Biozidfreie Wasserbehandlung in Kühlkreisläufen

Lichtinduzierte Katalyse schützt vor Fouling

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Die Wärmetauscher blieben belagsfrei, was einen hohen Wärmeübergang sichert bei gleichzeitiger Vermeidung einer unerwünschten Korrosion. AOX wurde nicht gebildet, sondern sogar noch abgebaut, was die Einhaltung des Grenzwertes von kleiner 0,15 mg/l in der Abflut problemlos ermöglicht.

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Anfang 2013 entschieden sich die Verantwortlichen, die lichtinduzierte Katalyse zunächst in einem der beiden Kühlkreisläufe einzusetzen und damit den Einsatz von Wasserstoffperoxid in diesem einen Kühlkreislauf komplett abzulösen, sodass der Gesamtjahresverbrauch an Wasserstoffperoxid halbiert werden konnte. Hierfür kommen spezielle Mineral-Metall-Folien, konfektioniert in speziellen Modulen, unter Einwirkung von sichtbarem Licht in Form von energiesparenden LED zum Einsatz.

Da das LED-Licht alternierend bereitgestellt werden muss, erfolgt die Ansteuerung der Belichtung über eine Steuereinheit, die zugleich auch die Funktion der LED kontrolliert. Die Leistungsaufnahme beträgt lediglich 5 W und liegt damit deutlich unterhalb der Leistungsaufnahme von UV-Lampen (> 100 W).

Vorteile der lichtinduzierten Biotensidbildung

Entscheidende Vorteile der lichtinduzierten Biotensidbildung sind:

  • Dem Wasser werden keinerlei Oxidationsmittel oder andere Hilfsstoffe zugesetzt.
  • Es treten keine unerwünschten Neben- und/oder Folgeprodukte auf.

Die bewährte Härtestabilisierung und Korrosionsinhibierung wurde beibehalten. Die Mineral-Metall-Folien wurden im April 2013 als strukturierte Packung in die Kühlturmtasse eingelegt. Die mikrobiologische Belastung liegt deutlich unterhalb des Grenzwertes. Dies ist nur möglich, weil der Kühlkreislauf frei von Biofilm ist. Dadurch können sich Bakterien nirgendwo festsetzen und werden allein schon durch die Temperaturunterschiede (ΔT: 5–10 K) im Kühlkreislauf erheblich geschädigt.

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