Styrol aus Baumharz Lanxess bezieht nachhaltiges Styrol von Total Energies

Quelle: Lanxess 2 min Lesedauer

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Der Spezialchemie-Konzern Lanxess und der französische Energiekonzern Total Energies kooperieren bei der Belieferung mit biozirkulärem Styrol. Im Gegensatz zu herkömmlichem Styrol basiert der verwendete Rohstoff auf Tallöl, das aus einem Baumharz gewonnen wird und als Nebenprodukt bei der Zellstoffherstellung anfällt.

Ionenaustauscherharze und Eisenoxidadsorber werden in zahlreichen Branchen und Anwendungen eingesetzt, um Wasser und andere flüssige Medien effektiv zu reinigen.(Bild:  Lanxess)
Ionenaustauscherharze und Eisenoxidadsorber werden in zahlreichen Branchen und Anwendungen eingesetzt, um Wasser und andere flüssige Medien effektiv zu reinigen.
(Bild: Lanxess)

Der Chemiekonzern Lanxess will künftig Styrol von Total Energies für die Herstellung nachhaltiger Ionenaustauscher verwenden. Diese Produkte werden vor allem bei der Aufbereitung von Abwässern und chemischen Prozessströmen sowie in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

Die nachhaltige Herkunft des Styrols wird nach dem Massenbilanzansatz des ISCC Plus Standards (International Sustainability and Carbon Certification) zertifiziert. Bei der Massenbilanzierung werden zertifizierte und nicht zertifizierte Rohstoffe in der Produktion physisch gemischt, aber buchhalterisch getrennt geführt. Diese Methode ermöglicht es Unternehmen, nachhaltige Rohstoffe durch den komplexen Produktionsprozess zu dokumentieren und zu verfolgen und gewährleistet eine lückenlose Rückverfolgung durch die gesamte Lieferkette. Die Zertifizierung des Styrols nach ISCC Plus ist eine wichtige Voraussetzung, da Lanxess seine Produkte ebenfalls nach diesem Zertifizierungsstandard anbietet und somit auf die gleiche Transparenz bei seinen Rohstoffen angewiesen ist.

„Unsere Kunden fragen zunehmend nach nachhaltigen Lösungen, und Rohstoffe mit einem geringen CO2-Fußabdruck sind hier ein wichtiger Hebel. Durch die Partnerschaft mit Total Energies können wir das entsprechende Angebot für unsere Kunden weiter ausbauen“, sagt Marcel Beermann, Leiter Globaler Einkauf und Logistik bei Lanxess.

Neben Styrol bezieht der Spezialchemiekonzern bereits viele weitere nachhaltige Pendants fossiler Rohstoffe. Für eine andere Art von Ionenaustauschern kommt biozirkuläres Acrylnitril zum Einsatz. Im Konservierungsmittel Preventol sind auf Kundenwunsch verschiedene Fettsäuremischungen auf Basis von Sonnenblumenöl enthalten. Die Präpolymere der Marke Adiprene Green enthalten Polyetherpolyole auf Stärkebasis. Das Zwischenprodukt Trimethylpropan Scopeblue ist in einer Variante verfügbar, die etwa zur Hälfte aus nachhaltigem N-Butylaldehyd besteht. Der Verbundwerkstoff Tepex Scopeblue basiert auf Flachs und Polymilchsäure. Und beim Hochleistungskunststoff Durethan Scopeblue kommen biozirkuläres Cyclohexan und Altglas zum Einsatz.

Im August des vergangen Jahres hat Lanxess verkündet, seine vor- und nachgelagerten Lieferketten bis 2050 klimaneutral zu machen (Scope 3). Das umfasst indirekt entstehende Emissionen insbesondere bei eingekauften Rohstoffen, aber auch in der Logistik und bei den Endprodukten. Für direkte Emissionen in der Produktion (Scope 1) und bei Energieträgern (Scope 2) hatte Lanxess bereits vor drei Jahren das Ziel ausgegeben, bis 2040 klimaneutral zu sein.

Um seine Scope-3-Ziele zu erreichen, hat der Konzern das Net Zero Value Chain Program gestartet. Eine Säule des Programms ist der zunehmende Bezug nachhaltiger Rohstoffe, die pflanzlichen Ursprungs sind, aus einem Recycling-Prozess stammen oder mit erneuerbaren Energien hergestellt werden. Darüber hinaus verfolgt das Unternehmen Pläne für eine „grüne“ Logistik und ein wachsendes Portfolio an klimaneutralen Produkten.

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