Werkstoffe Kunststoffe haben das Potenzial zum Bau von Wärmeaustauschern

Autor / Redakteur: Josef Kraus / Josef-Martin Kraus

Das Leistungspotenzial technischer Kunststoffe führt zur Metallsubstitution bei Wärmeaustauschern. Besonders hinsichtlich der chemischen und thermischen Beständigkeit wurden Fortschritte erzielt, so dass heute kunststofftypische Kriterien bei der Auslegung besser zum Tragen kommen.

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Wärmeaustauscher aus Kunststoff galten vor wenigen Jahren noch als Exoten in der Industrie. Sie wurden damals größtenteils für galvanische Prozesse verwendet. Heute etablieren sich polymere Wärmeübertrager in immer mehr Branchen.

Technische Kunststoffe für immer mehr Anwendungen

Den Grund dafür sieht der Hersteller Polytetra, Mönchengladbach, in der steigenden Leistungsfähigkeit technischer Kunststoffe, insbesondere von Fluorkunststoffen, deren funktionelles Eigenschaftsspektrum er immer weiter vorantreibt. Dadurch wurden Branchen wie die chemische Industrie, die Halbleitertechnik und die Photovoltaik sowie Anlagenhersteller im Bereich Rein- und Reinstwassererzeugung für Anwendungen gewonnen (Bilder 1 und 2 – siehe Bildergalerie).

So übernehmen Wärmeaustauscher aus Kunststoff immer häufiger das Heizen und Kühlen sehr aggressiver Prozessmedien. Sie bestehen aus Kunststoffen, für die eine extreme chemische Beständigkeit und hohe Temperaturfestigkeit kennzeichnend sind.

Außerdem wird auf ein gutes Antihaftverhalten und eine hohe Barrierewirkung hinsichtlich Ionenübertragung großer Wert gelegt. Ein weiterer Vorteil wird in der Gewichtsersparnis gesehen. Darüber hinaus können sich immer wieder Kostenvorteile im Vergleich zu Edelstahl ergeben – wie vor drei bis vier Jahren, als Edelstahlhersteller für Legierungselemente wie Nickel und Mangan Rekordpreise zahlen mussten.

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