Kühlwasserbehandlung

Kühlwassermanagement für offene Kühlsysteme mit elektronischer Betriebsdatenspeicherung

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Dosierung von Bioziden

Die Steuerung genügt zudem allen Anforderungen im Hinblick auf die Dosierung von Bioziden. Hierzu gehören die Vorabsalzung vor der Dosierung des Biozids, um einen kalkfreien Betrieb des Kühlkreislaufes sicher zu stellen, sowie eine Absalzsperre nach erfolgter Dosierung für die Dauer der Wirkzeit des Biozids. Dies ist besonders wichtig, um Mikroorganismen in einer gegebenenfalls nachgeschalteten Kläranlage zu schützen.

Biozide werden im Normalfall als Stoßdosierung in den Kühlkreislauf eingebracht, um Resistenzen gegen die Wirkstoffe zu vermeiden. Dies erfolgt zeitgesteuert, wobei beliebige Dosierzeitpunkte und -zeitlängen frei definierbar sind. Sollte es als Ergebnis einer mikrobiologischen Untersuchung des Kühlwassers nötig sein, ist eine spontane manuelle Auslösung des Biozidprogramms einfach möglich. Diese Funktion hat auch besondere Bedeutung bei der Wiederinbetriebnahme des Kühlsystems nach kurzen Stillstandzeiten. Es kommt hier darauf an, vor der Inbetriebnahme der Kühlturmventilation zunächst eine Entkeimung des Kühlwassers durch die manuelle Auslösung des Biozidprogramms durchzuführen.

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Bei nicht kontinuierlich betriebenen Kühlsystemen ist es wichtig, dass ein ständig einwandfreier hygienischer Zustand des in der Anlage stehenden Wassers aufrechterhalten wird. Es ist daher möglich, die Zirkulationspumpe des Kühlkreises für die Zeitdauer des Biozidprogramms über die Steuerung zu aktivieren.

Bei hohen mikrobiologischen Belastungen eines Kühlwassers liegt auch nach der Biozidbehandlung eine organische, nicht mehr mikrobiologisch aktive Belastung des Kühlwassers durch abgestorbene Mikroorganismen vor. Durch eine einstellbare automatische Zwangsabsalzung nach Ablauf der Absalzsperre geht die Kühlanlage nicht sofort in den Regelbetrieb über. Es wird zunächst über das Absalzventil die abgestorbene mikrobiologische Fracht ausgeschleust, welche sonst Nährboden für eine neu aufkommende biologische Belastung wäre.

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