Wasserstoff-Mythen
Was ist dran am Wasserstoff-Hype? H2-Mythen unter der Lupe

Von Dominik Stephan 4 min Lesedauer

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Teuer, ungeeignet und nicht marktfähig: Wasserstoff steht in der Kritik. Der versprochene Wunderstoff der Defossilisierung sei eine Energieverschwendung und nicht halb so umweltfreundlich wie erhofft, heißt es. Was ist dran an Wasserstoff-Mythen? Zeit, einmal genauer hinzusehen.

Wasserstoff kann es nicht? Projekte wie diese H-Tec-Elektrolyseure (hier in Bosbüll, Nordfriesland) zeigen, wie es geht.(Bild:  H-TEC Systems)
Wasserstoff kann es nicht? Projekte wie diese H-Tec-Elektrolyseure (hier in Bosbüll, Nordfriesland) zeigen, wie es geht.
(Bild: H-TEC Systems)

Alle wollen Wasserstoff: Die Verkehrsbetriebe, die Chemieindustrie, Stahlwerke, Häuslebauer und nicht zuletzt die Politik setzen große Hoffnungen auf das leichte Gas. Aber zugleich regt sich Kritik: Wasserstoff – blauer zumal – sei eine Mogelpackung (Umweltinstitut München), bliebe ein „teure[r] Traum”, als Importware „Science Fiction” (DUH) oder „zu schön” um wahr zu sein (Spiegel). Alles nur üble Nachrede oder ist etwas dran an den hartnäckigsten H2-Mythen?

Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld? Wasserstoff ist einfach zu teuer

Wasserstoff, insbesondere grüner, ist aufgrund des Energieaufwands unbezahlbar – heißt es. Und tatsächlich würden bei einem angenommenen Kilopreis von sieben Euro (Verkauf) rund 2,55 Euro auf die Elektrolyse, 2,09 Euro auf die Stromkosten entfallen, zeigen Zahlen von Bloomberg-NEF und EEX Hydrix. Da das „grüne“ Gas ja letztlich verstofflichter Strom ist, wird sich zumindest an letzterem so schnell nichts ändern. Allerdings hofft die Branche, dass mit dem Hochfahren der Produktion besonders bei der Elektrolyse-Zellproduktion Skaleneffekte auftreten.