Filtrationszentrifugen

Kriterien bei der Auswahl von Filtrationsapparaten

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Die Schubzentrifuge

Abb. 2 dagegen zeigt den kontinuierlichen Prozess im Innern einer Schubzentrifuge. Die Füllung erfolgt per Rohr konzentrisch zur Trommelrotationsachse. Das Produkt wird am Trommelboden verteilt, bildet einen Kuchenring am Umfang und wird durch eine oszillierende Bewegung des Schubbodens zum offenen Ende der Trommel verdrängt. Das nachlaufende Produkt ergibt erneut einen Ring der den vorangegangenen Ring wiederum weiter schiebt. So bewegen sich die einzelnen Schubringe entlang des Trommelmantels, bis sie die Trommel und damit das Zentrifugalfeld verlassen.

Betrachtet man die jeweiligen Funktionsprinzipien, fällt schnell ins Auge, dass sich die Maschinen nicht nur in ihrer Arbeitsweise, sondern auch in den Ansprüchen an das Füllgut unterscheiden. Da der Kuchenaufbau bei der Schubzentrifuge binnen Sekundenbruchteilen stattfinden muss, um ein Weiterschieben des Kuchenrings zu ermöglichen, ist eine hohe Filtrationsgeschwindigkeit im Kuchen wie auch im Filtermedium erforderlich. Diese ist generell umso besser, je gröber die Feststoffpartikel sowie das Filtermedium sind. Ist die Flüssigkeitsmenge im Zulauf dagegen gering, sind auch Produkte mit geringeren Filtrationsgeschwindigkeiten verarbeitbar.

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Leistungsvergleich

Das erforderliche Verhältnis zwischen Feststoffkonzentration und der Partikelgröße wird in Abb. 6 mit den Arbeitsbereichen der beiden Zentrifugengattungen dargestellt. So wie sich die Anforderungen an das Füllgut unterscheiden, so sind auch die Leistungsdaten der Maschinen voneinander verschieden. Auf der einen Seite bietet die Horizontalschälzentrifuge eine hohe Flexibilität bei schwankenden Zulaufbedingungen. Unterliegt die Fahrweise der gesamten Anlage oder auch nur der vorgeschalteten Apparate gewissen Zyklen, so kann die Fahrweise einfach angepasst werden. Außerdem lässt der in der Trommel statisch verweilende Kuchen eine viel größere Auswahl an Filtermedien zu, vor allem auch viel feinere. Dadurch wird der Feststoffverlust minimiert, was sich nicht nur in der Produktivität der Zentrifuge bemerkbar macht, sondern auch in der Vermeidung von Feststoffen im Filtrat, die im weiteren Anlagenverlauf oft zu Problemen führen können.

Lange Verweilzeiten aufgrund von sehr geringen Korngrößen und dadurch hohen Filtrationswiderständen stellen für die Schälzentrifuge kein Problem dar. Die Chargenzeit kann wiederum flexibel angepasst werden.

Auch wenn für den Einsatz der Schubzentrifuge im direkten Vergleich höhere Anforderungen an das Füllgut wie auch den konstanten Zulauf gestellt werden, so zeichnet sich dieser Maschinentyp durch die hohen Feststoffdurchsatzmengen aus, die der kontinuierliche Betrieb zulässt. Das dadurch erreichte Preis-Leistungsverhältnis hinsichtlich des Feststoffdurchsatzes ist im Bereich der Filtrationszentrifugen kaum schlagbar.

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