Betriebskosten von Pumpen Kostenfalle Pumpe: Darf’s auch ein bisschen weniger sein?

Von Dominik Stephan 3 min Lesedauer

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Wenn es um Kosten geht, nimmt jeder gerne etwas weniger. Was aber, wenn wie bei Pumpen, der Löwenanteil der Aufwände im Betrieb entsteht? Ein neues Statorkonzept zeigt, dass weniger (Arbeit) manchmal mehr (Effizienz) bedeutet.

Weniger ist zwar nicht mehr, aber beim Thema Aus­gaben macht jeder gerne Kürzungen.(Bild:  © eyewave - stock.adobe.com)
Weniger ist zwar nicht mehr, aber beim Thema Aus­gaben macht jeder gerne Kürzungen.
(Bild: © eyewave - stock.adobe.com)

Kennen Sie einen Betriebs-Kollegen, der über Langeweile klagt? In den meisten Fällen dürfte das Gegenteil der Fall sein: Wer Prozesse am Laufen halten muss, die Produktion im Blick hat und zugleich die Wartung und Instandhaltung der Aggregate verantwortet, hat nicht selten alle Hände voll zu tun. Wenn dann noch die Pumpentechnik dazu kommt, winken Betriebsingenieure schnell ab. Dabei ginge es auch einfacher – wenn Lebenszykluskosten und Wartung von Anfang an mitgedacht werden.

Doch der einfachere Betrieb bedeutet Zusatzarbeit für die Pumpenkonstrukteure: Wartungsarm und zugleich wartungsfreundlich sollen die Aggregate sein, um Aufwände aber auch Betriebskosten möglichst gering zu halten. Denn diese gehen bei Pumpen schnell ins Geld: Schon in einer üblichen Abwasserbehandlung kommt schnelle eine zweistellige Zahl an Strömungsmaschinen zusammen – und da einfach weniger Aggregate einzubauen häufig keine Option ist, sollten die eingesetzten Pumpen möglichst effizient, langlebig und pflegeleicht sein, ohne Zugeständnisse in Sachen Performance und Beständigkeit zu machen.

Stator wächst (und schrumpft) mit seinen Aufgaben

Auf diese Weise lassen sich zum Teil erhebliche Einsparungen bei den Lebenszykluskosten erzielen – etwa, indem man bei dem Teil des so genannten Rotating Equipment ansetzt, der gar nicht selber rotiert. So dreht sich bei Exzenterschneckenpumpen ein gewundener Rotor leicht oszillierend in einem ebenfalls schraubenförmig gewundenen Gang eines feststehenden Stators aus elastischem Material. Dadurch bilden sich zwischen der Exzenterschnecke und der Stator-Wand Zwischenräume, in denen sich auch dickflüssige, zähe oder abrasive Medien fördern lassen.

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Genau bei diesem Stator setzt Netzsch Pumpen & Systeme mit dem xLC Gerät oder xLC System an: Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich ein Stator, der mit seinen Aufgaben mitwächst bzw. eigentlich mitschrumpft. Wenn sich das Innenleben der Pumpe im Betrieb abnutzt und so die Dichtlinie zwischen den beiden Komponenten nachlässt, kann der flexibel eingespannte Stator wie in einem Schraubstock mit wenigen Handgriffen gestaucht werden – dadurch wird die Vorspannung erhöht und die Dichtlinie zwischen Stator und Rotor stellt sich wieder nach. Die Pumpe bleibt so länger „frisch“ und Ersatzteilbedarf und Wartungsaufwand sinken deutlich.

Doch wann ist eine Pumpe so verschlissen, dass ein einfaches Nachspannen nicht mehr reicht? Bei Netzsch zeigt eine integrierte Verschleißanzeige an, ob ein Stator- wechsel bevorsteht. Kombiniert mit verschleißoptimierten Gelenken und Abdichtungen sowie speziellen Verschleißbeschichtungen sorgt das für Planungssicherheit und hohe Standzeiten. Auch ältere Aggregate des Herstellers können über das Umbaukit nachträglich mit dem flexiblen Stator ausgerüstet werden. So lässt sich nicht nur die Wartung besser planen, sondern auch die Standzeit um – je nach Anwendungen – den Faktor drei strecken. Geht es nach den Entwickler, wird das System mit dem xLC-Select Konzept in Zukunft noch cleverer: Bei dieser „mitdenkenden Pumpe“ soll ein autarker Algorithmus für besten Wirkungsgrad und Verschleißkompensation sorgen, indem ein Controller über einen Sensor den Istzustand des Systems bestimmt, den besten Wirkungsgrad berechnet, den Stator selbstständig nachstellt und die Verschleißgrenze anzeigt. Zur Installation wird lediglich ein 230-V-Anschluss benötigt.

Beim Wartungsaufwand ist weniger mehr

Auch die Wartung und Instandhaltung ist auf diese Weise deutlich vereinfacht: Durch das zweiteilige Statorgehäuse ist die Demontage und Montage des iFD-2.0-Stator schnell und unkompliziert möglich, wobei sich der iFD-2.0-Stator im nicht gespannten Zustand leicht auf den Rotor aufschieben lässt. Erst im fertig montierten Zustand ergibt sich die für den Betrieb erforderliche Dichtlinie zwischen Rotor und Stator. Wer sich lieber von Zahlen überzeugen lässt, für den hat Netzsch einen Rechner im Programm, der bereits vorab die Einsparmöglichkeiten bei den Betriebskosten simuliert. Denn auch wenn weniger per Definition unmöglich mehr sein kann, bei Kosten, Aufwand und Instandhaltung ist ein bisschen weniger hoch willkommen.

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