Symposium Heatingdays 2013 Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit bei Thermoölanlagen
Beim diesjährigen Praxissymposium „Heatingdays 2013“ drehte sich alles um industrielle Prozesswärme und Wärmeträgertechnik. Die Referenten informierten rund 100 Besucher zu den Themen „Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz“.
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Bielefeld – Nach einführenden Worten von Dr. Andreas Glück von Heat 11 eröffnete Dr. Dietmar Hunold aus Bielefeld die Veranstaltung mit einem Vortrag über die wesentlichen Faktoren, die einen kosteneffizienten Betrieb von Thermoölanlagen bestimmen. Dabei werde ein Großteil der späteren Betriebskosten bereits bei der Anlagenplanung definiert, so das Fazit von Hunold.
Pumpenauslegung in Thermoölanlagen
Wie man mit der Auswahl der richtigen Pumpe viel Geld sparen – bzw. bei falscher Auswahl auch verlieren kann - beleuchtete Gerd Uhrig in seinem Vortrag. Der Pumpenexperte von Speck Pumpen Systemtechnik gab dabei zunächst einen umfassenden Überblick über die Kräfte und Momente, die auf Pumpenkörper und Lagerung einwirken, bevor er die Auswirkungen der hohen Temperaturen in Thermoölanlagen für Auslegung und Anlagenoptimierung nebst Lebenszykluskosten darlegte.
Alternative Brennstoffe
Praktisch nahtlos knüpfte Dr. Norbert Schopf vom Brennerspezialisten Saacke mit seinem Vortrag über alternative Brennstoffe an das Thema Lebenszykluskosten an. Er machte deutlich, dass viel mehr Brennstoffe als Erdgas oder Öl zur Verfügung stünden, um Verbrennungsprozesse zu speisen. Neben vielerlei Stäuben könne man auch aus Abgasen oder Abwässern noch wertvolle Energie gewinnen, wenn die Feuerungssysteme daraufhin entsprechend ausgelegt würden.
Wärmeträger in Thermoölanlagen und Armaturen in Wärmeträgeranlagen
Mit dem vierten Vortrag widmete sich Dr. Christoph Büscher von Fragol ganz den Wärmeträgern in Thermoölanlagen. Thermische Stabilität, Zersetzungsverhalten, Lebensdauer und Wartung des Wärmeträgers bildeten dabei den roten Faden seines Vortrages. Den Schlusspunkt am ersten Veranstaltungstag setzte Henning Müller von ARI Armaturen, der mit seinem Erfahrungsbericht zeigte, wie komplex die Auswahl, der Einsatz und der Betrieb von Armaturen in Wärmeträgeranlagen sind.
Get-Together und Networking
Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge sowie beim abschließenden Get-Together nach dem ersten Veranstaltungstages bestand die Möglichkeit, individuelle Fragestellungen mit den Referenten zu klären. Die Teilnehmer nutzten dabei auch intensiv die Möglichkeit, sich zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen.
Kraft-Wärme-Kopplung
Am zweiten Veranstaltungstag trug Dietmar Cordts von der TIG Group wichtige Erkenntnisse zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) vor. Er betonte, dass das Konzept einer Energieanlage immer die bestmögliche Ausnutzung der Exergie und der Anergie des primären Energieträgers zum Ziel haben sollte. Cordts erwartet mittel- bis langfristig eine Verdoppelung von KWK-Anlagen in Deutschland.
Besichtigung des Kompostwerks mit Biogasanlage
Höhepunkt der Veranstaltung war dann die Besichtigung des Kompostwerks mit Biogasanlage der Freien und Hansestadt Hamburg in Tangstedt. Bei einem Betriebsrundgang mit der Leiterin, Dr. Anke Boisch, wurde die komplette Anlage nebst Biogasaufbereitung besichtigt – u.a. mit einer von Heat 11 gelieferten Thermoölanlage bestehend aus einem feststoffbefeuerten Kessel, einem gasbefeuerten Erhitzer sowie Pumpen, Schaltanlagen und Armaturen der Symposiums-Partner.
"Auch 2014 werden wir die Heatingdays veranstalten", versprach Veranstaltungsleiter Stephan Kraus abschließend.
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