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Anti-Corrosion-Solutions-Oberflächenbeschichtung
Mit dem Anti-Corrosion-Solutions-Technologiepaket bietet Sulzer Metco Lösungen mit umfassenden Werkzeugen an, das Anwendern den Umstieg von organischen Beschichtungen auf TSA-Beschichtungen erleichtert. Das Anti-Corrosion-Solutions-Technologiepaket besteht aus drei Modulen, die miteinander kombiniert dem Anwender alles bieten, was dieser zum Aufbringen hochwertiger TSA-Beschichtungen benötigt. Sulzer Metco hilft Anwendern dabei, die thermische Spritztechnik zu verstehen und die erforderlichen Fähigkeiten zur Aufbringung von TSA-Beschichtungen mithilfe des Drahtflammspritzverfahrens zu entwickeln. Gleichzeitig bieten die Module flexible Wahlmöglichkeiten, die dabei helfen, Kosten zu minimieren, indem sie dafür sorgen, dass nach dem Prinzip „First Time Right“ von Beginn an alles richtig gemacht wird. Dies bietet dem Anwender die Möglichkeit, die TSA-Beschichtungen vor Ort so effizient und wirtschaftlich wie möglich auszuführen. Sulzer Metco ist weltweit führend auf dem Gebiet der thermischen Spritztechnik wobei insgesamt über 75 Jahre Korrosionsschutzerfahrung in die Anti-Corrosion-Solutions-Technologie eingeflossen sind.
Vorteile von TSA
Thermische Aluminium-Spritzbeschichtungen bieten mehrere Vorteile gegenüber organischen Beschichtungen (d.h. herkömmlicher Farbe). Sie schützen Rohrleitungen über eine Lebensdauer von 25–30 Jahren gegen CUI verglichen mit den für organische Beschichtungen üblichen 5–13 Jahren. Darüber hinaus können TSA-Beschichtungen auch auf heißen Anlagenteilen und Rohrleitungen aufgebracht werden. So ist keine Wartungsabschaltung erforderlich, und der Raffinationsprozess kann kontinuierlich mit Temperaturen von bis zu 480 °C (900 °F) weiter betrieben werden. Bei herkömmlichen Farbbeschichtungen sollten die Betriebstemperaturen 230 °C (445 °F) nicht übersteigen, während das Temperaturlimit für den Farbauftrag selbst bei etwa 60 °C (140 °F) liegt. Hinzu kommt, dass eine herkömmliche Farbbeschichtung 24 Stunden lang trocknen muss, während die TSA-beschichtete Anlage sofort nach der Behandlung isoliert werden kann. Die Investitionskosten für eine TSA-Beschichtung liegen etwa beim 1,05- bis 1,2-Fachen der Kosten für eine herkömmliche Farbbeschichtung.
Wiederinbetriebnahme eines Ölfelds in den Niederlanden
In den 1990er Jahren führten hohe Förderkosten und niedrige Ölpreise zur Schließung vieler Ölfelder, darunter auch das 12 km südlich der Stadt Emmen nahe der deutsch-niederländischen Grenze gelegene Ölfeld Schoonebeek. Das 1943 entdeckte Ölfeld erstreckt sich von den Niederlanden bis über die Grenze nach Deutschland. Mit einer geschätzten Gesamtfördermenge von ursprünglich über einer Milliarde Barrel war Schoonebeek eines der größten Ölfelder Europas. Seit Beginn der Erdölförderung im Jahr 1947 wurden fast 600 Bohrlöcher an 300 Stellen gebohrt. 1954 erreichte die Fördermenge mit 24 000 Barrel am Tag ihren Höchststand, nahm aber in den Folgejahren kontinuierlich ab, bis das Feld 1996 endgültig stillgelegt wurde. Bis dahin wurden rund 250 Millionen Barrel in Schoonebeek gefördert, was nur etwa 25 Prozent der ursprünglich geschätzten Menge entspricht. Mit einem API von rund 25 ist das Öl aus Schoonebeek recht schwer. Im Laufe der Jahre wurden in Schoonebeek viele verschiedene Verfahren zur Ölgewinnung wie Heiß- und Kaltwasserinjektion, Bohrlocherwärmung, Dampfinjektion und Vor-Ort-Verbrennung eingesetzt und erprobt.
Stilllegung von Schoonebeek
Die Entscheidung zur Schließung von Schoonebeek im Jahr 1996 war nicht leicht, insbesondere weil der Betrieb jenseits der holländischen Grenze in Deutschland fortgesetzt wurde und bis heute andauert. Die Stilllegung des Ölfelds erfolgte aus wirtschaftlichen Gründen, ausgehend von der damals verfügbaren Technik und Infrastruktur. Im Wesentlichen wurde das Feld aufgegeben, weil die Betriebskosten sehr hoch und die Ölpreise sehr niedrig waren (zwischen 11 und 18 US-Dollar pro Barrel). Hinzu kam eine Reihe von wirtschaftlichen Faktoren, die mit dem Feld selbst zusammenhingen. So wurden die Produktionskosten durch die Kosten für das Wasserrecycling um 1 bis 3 US-Dollar pro Barrel erhöht. Bei dem neuen Projekt wird alles anfallende Wasser in erschöpfte Gasfelder gepumpt.
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