Sterilabfüllung Kooperation zwischen Bosch und Sartorius Stedim soll Einwegfüllsysteme beflügeln
Einweg ist bei der Produktion biotechnologischer Arzneimittel schon lange kein Geheimtipp mehr. Jetzt sind Einwegfüllsysteme für die Abfüllung von Parentaralia auf dem besten Weg sich zu etablieren. Eine neue Kooperation soll Akzeptanz schaffen.
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Die Achema ist immer ein guter Anlass für wichtige Unternehmensmeldungen, und welche Bedeutung die Kooperation zwischen Sartorius und Bosch Packaging für die beiden Unternehmen hat, verrieten nicht nur die Zahl der Menschen, die der Einladung zur Pressekonferenz gefolgt waren, sondern auch die Tatsache, dass sich gleich zwei Vorstandsvorsitzende die Ehre gaben. Großer Bahnhof also am Stand von Bosch Packaging, als Sartorius-Chef Dr. Joachim Kreuzburg und Friedbert Klefenz, Vorsitzender des Bereichsvorstands Packaging Technology bei Robert Bosch, die Zusammmenarbeit der beiden Unternehmen bekannt gaben.
Als wegweisendes und wichtiges Zukunftsprojekt bezeichneten beide Vorsitzende die Kooperation, deren Kern die Entwicklung von Einweglösungen ist, die Bosch in seine Maschinen zur sterilen Abfüllung von Medikamenten integrieren wird. Programm ist dabei der Produktname Prevas: Er steht für Pre-Validated, Pre-Assembled, Pre-Sterilized und bezeichnet vorkonfigurierte Einweg-Transfer-Sets, die aus Bags, Filtern, Schläuchen und Konnektoren bestehen und von Sartorius Stedim Biotech stammen. Bosch wird die Prevas mit seiner Füll- und Isolatortechnik zu neuen Füllsystemen verbinden.
Mit der neuen Produktlinie will Bosch seinen Kunden eine anschlussfertige Lösung für die sterile Abfüllung von Medikamenten bieten, die kostengünstiger sein soll als die konventionellen Füll- und Verschließeinheiten. Begleitet von Serviceleistungen sollen die neuen Einweg-Fülleinheiten zusätzliche Flexibilität im Abfüllprozess bringen und besonders für die Produktion kleinerer Chargen geeignet sein.
Joachim Brenner, Verantwortlicher bei Bosch für das Produktportfolio Pharma Liquid weltweit und Leiter des Standorts Crailsheim betonte: „Durch die Integration von SSBs Single-use-Technologie in unsere sterilen Füllsysteme erweitern wir unser Portfolio im Bereich Fill & Finish um einen wichtigen Baustein.“
Kreuzkontamination ist passé
Einweg-Füllsysteme (single use dosing systems) können vor allem in der Biotechnologie und bei der Verarbeitung hochaktiver Substanzen Vorteile bringen: kompletter Wegfall der Reinigung der produktführenden Teile, Minimierung des Risikos einer Kreuzkontamination, geringere Investitionskosten und kürzere Entwicklungszeiten. Allerdings gibt es auch noch offene Punkte, etwa die Frage ob sich Extractables und Leachables aus dem Kunststoff im Medikament sammeln können.
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