Polystyrolherstellung Kontinuierliche Polystyrolherstellung

Redakteur: Sonja Beyer

Die Polystyrolherstellung funktioniert nun auch mit einem kontinuierlichen Verfahren.

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Sulzer Chemtech hat ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von expandiertem Polystyrol (EPS) entwickelt und zur Marktreife gebracht. EPS ist einer der weltweit wichtigsten Kunststoffe für die Wärmedämmung an Gebäuden und die Verpackung von Konsumgütern und Lebensmitteln.

Im konventionellen Prozess polymerisiert Styrol, der Grundbaustein des Polystyrols, batchweise in Rührreaktoren. Als Treibmittel für das spätere Aufschäumen wird in der Regel Pentan hinzugefügt. Das Endprodukt sind treibmittelhaltige EPS-Perlen, die einige Monate haltbar sind.

Sulzer hat nun einen Weg gefunden, wie geschmolzenes Standardpolystyrol direkt aus einer Polymerisationsanlage oder einem Extruder verwendet werden kann, um das EPS-Granulat herzustellen. Die kontinuierliche Polystyrolherstellung zeichnet sich durch einige verfahrenstechnische Vorteile aus. So lassen sich laut Sulzer beispielsweise Additive wie das Treibmittel sehr genau dosieren und mit nur geringen Verlusten zufügen, und das EPS kann verglichen mit dem konventionellen Material besser gefärbt werden.

Im Gegensatz zum Batch-Verfahren sind die Anlagen frei skalierbar, sodass Großanlagen ebenso wie kleine Einheiten möglich sind.

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