Weiße Biotechnologie Kontinuierliche Fermentation von Milchsäure
Der Bio-Kunststoff PLA (Polylactic acid) basiert auf Milchsäure, die durch die Fermentation von Biomasse produziert wird. Die kontinuierlich arbeitende Pilotanlage des ATB erlaubt eine Forschung entlang der gesamten Prozesskette.
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Laut Dr. Joachim Venus vom Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim (ATB) wird in bestehenden kommerziellen Anlagen Milchsäure Chargenbetrieb produziert – mit den bekannten Nachteilen. Er und seine Kollegen der Abteilung Bioverfahrenstechnik betreiben eine Pilotanlage, die kontinuierlich arbeitet. Sie ermöglicht die Bearbeitung und Erforschung geschlossener Prozessketten vom Rohstoff bis zum Produkt – einschließlich der rohstoffspezifischen up-stream-Stufen sowie des erforderlich down-stream Processing. Besonderer Wert liegt dabei auf dem down-stream Processing. Schließlich enthält die gewonnene Kulturfiltratlösung nach der Fermentation noch unerwünschte Inhaltsstoffe. Die PLA-Produktion ist jedoch auf hochreine Milchsäure angewiesen. Als Maßstab für die Eignung fermentativ erzeugter Milchsäure dient handelsübliche Lebensmittelqualität. Daher wollen die Forscher Grundlagen für den Einsatz verschiedener Aufbereitungsverfahren ähnlicher Qualität erarbeiten.
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