Wasseraufbereitung

Kommt jetzt Wasser 4.0? – Visionen für die Wassertechnologie von morgen

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Darüber hinaus ist guter und kundenindividueller After-Sales-­Service im heutigen Anlagengeschäft Pflicht. Auch in diesem Bereich steigen die Anforderungen zusehends, denn eine individuelle Betreuung nach der Inbetriebnahme und in den folgenden Betriebsjahren sowie eine intensive Beratung hinsichtlich (verfahrens-) technischer Optimierung und Anlagenmodernisierung werden dabei an Bedeutung gewinnen.

Dabei ist es für einen Anlagenbauer ein besonderes Qualitätsmerkmal, wenn eine Vielzahl von Service-Technikern aktiv ist und somit in sehr zeitkritischen Situationen durch kurze Reaktionszeiten und schneller Störungsbeseitigung, Anlagenstillstände behoben und kostspielige Folgeeffekte wie Produktionsausfall vermieden werden können.

Es ist für Anlagenbauer konsequentes Bestreben, nicht nur den Stand der Technik einzubinden, sondern sich darüber hinaus auch mit Fragestellungen und Lösungskonzepten des Anlagenbaus von morgen und übermorgen zu beschäftigen. Daher forschen Firmen wie Antech-Gütling intensiv im hauseigenen Labor und Technikum. Die Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten trägt dazu bei, zukünftige technische Entwicklungen frühzeitig bewerten und realisieren zu können.

Die nächste Generation

In diesem Zusammenhang ist der Begriff „Industrie 4.0“ im Anlagenbau allgegenwärtig und beschreibt im engeren Sinne die Veränderungen in Produktion und Logistik durch zunehmende Digitalisierung. Dieser Trend wird auch vor- und nachgelagerte Prozesse signifikant beeinflussen – so beispielsweise auch die (betriebliche) Ver- & Entsorgung.

In diesem festen Bewusstsein bringen die Wasserspezialisten bereits heute die erforderliche Technik ein. Haben Sie sich nicht auch schon häufiger gefragt: Warum werden Standardressourcen bei Leermeldung bzw. Mangel nicht automatisch nachbestellt? Wie können Anlagenteile aus Wasserver- und Wasserentsorgung sinnvoll miteinander vernetzt werden, um Prozessabläufe zu vereinheitlichen und somit zu beschleunigen? Würde eine genaue Daten-Protokollierung und Daten-Aufbereitung nicht nur die eigene Fertigungsqualität verbessern sondern auch Betriebskosten transparenter machen? Wie kann der Einsatz moderner Technologie dabei helfen, eine Anlagen-Störung erst gar nicht aufkommen zu lassen?

Denkt man in der anlagentechnischen Evolution noch einen Schritt weiter denken, ist es nicht mehr fern, dass sich der Kunde seine Anlage zukünftig noch vor der Montage mittels 3D-Animationen und einem Virtual-Reality-Umfeld besichtigen und testen kann. Diese neuen technischen Möglichkeiten eröffnen nicht nur bei Anlagenbeschaffung besondere Vorteil, sondern bieten darüber hinaus auch im Betrieb der Anlage, beispielsweise durch Simulation von Störungen bzw. der Optimierung der Alarmkette, weitere interessante Möglichkeiten.

* Der Autor ist Technologiespezialist bei Antech-Gütling, Fellbach.

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