Kombiverkehrsterminal Kombiverkehrsterminal in Ludwigshafen wird ausgebaut
Von der Straße auf die Schiene und umgekehrt – seit nunmehr zehn Jahren verknüpft das Kombiverkehrsterminal auf dem Gelände der BASF SE in Ludwigshafen die Transportmittel Lkw und Bahn. Derzeit wird die Kapazität der Umschlaganlage von 300.000 auf 500.000 Ladeeinheiten pro Jahr erhöht.
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Ludwigshafen – Am 13. Oktober 2000 wurde Deutschlands erste öffentlich geförderte Umschlaganlage im privatwirtschaftlichen Bereich in Betrieb genommen. Insgesamt wurden seitdem rund 42 Millionen Tonnen Güter verladen sowie etwa 2 Millionen Lkw und über 60.000 Züge abgefertigt.
„Das Kombiverkehrsterminal leistet seit einem Jahrzehnt einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Ludwigshafen und der Metropolregion Rhein-Neckar. Mit dem kombinierten Verkehr können wir und andere Unternehmen Kunden kostengünstig, umweltfreundlich und zuverlässig beliefern“, erläutert Werksleiter Dr. Bernhard Nick. Das Kombiverkehrsterminal steht externen Spediteuren und Verladern offen – für sie erfolgen nahezu 60 Prozent der Transporte.
Im Mai dieses Jahres starteten die Arbeiten zur dritten Baustufe, mit der das Kombiverkehrsterminal auf insgesamt 13 Umschlaggleise und acht Portalkräne erweitert wird. Dadurch erhöht sich die Kapazität der Umschlaganlage von 300.000 auf 500.000 Ladeeinheiten pro Jahr. Das entspricht einem Mehrumschlag von zirka 2,5 Millionen Tonnen Gütern. Die Verlagerung dieser Transportmenge von der Straße auf die Schiene wird den CO2-Ausstoß um rund 60.000 Tonnen jährlich verringern. Die Bauarbeiten zur Erweiterung sollen bis Ende 2011 abgeschlossen sein. 15 Zugpaare werden dann die bestehenden 17 Verbindungen in Richtung Frankreich, Spanien, Ost- und Südosteuropa ergänzen. Das Investitionsvolumen der zwei bisherigen Baustufen betrug insgesamt rund 47 Millionen Euro. Die dritte Baustufe wird zirka 80 Millionen Euro kosten.
Eigentümer des öffentlichen Kombiverkehrsterminals ist die BASF, betrieben wird es von der KTL Kombi-Terminal Ludwigshafen GmbH. Die KTL wurde im April 1999 gegründet und hat im Oktober 2000 den Terminalbetrieb aufgenommen. Gesellschafter sind neben der BASF die Speditionen Bertschi (Schweiz) und Hoyer (Hamburg) sowie die Kombiverkehrsspezialisten Hupac (Schweiz) und Kombiverkehr (Frankfurt/Main). KTL beschäftigt heute rund 130 Mitarbeiter. Mit der dritten Baustufe entstehen bei der Betreibergesellschaft 50 neue Arbeitsplätze.
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