Pfade zur Klimaneutralität Studie zeigt: Klimaneutralität der globalen Chemieindustrie ist möglich

Quelle: Carbon Minds 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine aktuelle Studie im Auftrag des globalen Chemieverbands zeigt, dass eine klimaneutrale Wertschöpfungskette weltweit möglich ist. Entscheidende Faktoren sind der Einsatz fossiler Rohstoffe in Kombination mit CO2-Speicherung, ergänzt durch chemisches Recycling, Biomasse, erneuerbare Energien und Wasserstoff.

Die Studie identifiziert vier mögliche Pfade, mit denen die globale Chemieindustrie das Ziel der Klimaneutralität erreichen kann.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Studie identifiziert vier mögliche Pfade, mit denen die globale Chemieindustrie das Ziel der Klimaneutralität erreichen kann.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Chemieindustrie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige weltweit. Rund 95 % aller hergestellten Produkte basieren auf ihren Erzeugnissen; viele von ihnen sind auch aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Ohne eine nachhaltigere Chemieindustrie kann nahezu kein Produkt den Status der Klimaneutralität erreichen - ihre Bedeutung für die Klimaziele anderer Sektoren ist somit beträchtlich. Aktuell fallen in der chemischen Wertschöpfungskette Treibhausgasemissionen vor allem durch den Einsatz kohlenstoffbasierter Rohstoffe und fossiler Energien sowie durch energieintensive Umwandlungsprozesse an.

Eine neue Studie von Carbon Minds, einem Anbieter von Daten und Dienstleistungen für Ökobilanzen, und des Informationsdienstleisters ICIS (Independent Commodity Intelligence Services) im Auftrag des globalen Chemieverbands ICCA (International Council of Chemical Associations) zeigt, dass die globale Chemieindustrie bis Mitte des Jahrhunderts auf verschiedenen Wegen theoretisch klimaneutral werden kann. Die Ergebnisse wurden während der UN-Klimakonferenz in Baku (COP 29) erstmals veröffentlicht.

Die Studie identifiziert vier mögliche Pfade, mit denen die globale Chemieindustrie das Ziel der Klimaneutralität erreichen kann. Ihre Umsetzung ist maßgeblich von der Verfügbarkeit unterschiedlicher Ressourcen und Technologien sowie der erforderlichen Infrastruktur abhängig. Hierzu zählen erneuerbare Energien und Wasserstoff ebenso wie der Ausbau des mechanischen und chemischen Recyclings als Rohstoffquellen im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Ihre Verfügbarkeit wird in der Studie in allen Pfaden als gegeben angenommen. Die vier möglichen Pfade hin zur Klimaneutralität ergeben sich dann durch die variable Verfügbarkeit von Biomasse und Carbon Capture and Storage (CCS), einer Technik zur Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoffdioxid.

Szenarien und Schlüsselergebnisse für vier klimaneutrale Pfade für das klimaneutrale Jahr(Bild:  Carbon Minds)
Szenarien und Schlüsselergebnisse für vier klimaneutrale Pfade für das klimaneutrale Jahr
(Bild: Carbon Minds)

Studie liefert Grundlage für regionale Betrachtung

Der Zugang zu Biomasse und CCS wird in der Studie entweder als ausreichend oder limitiert angenommen. Die vier in der Studie aufgezeigten Szenarien unterscheiden sich durch die Zusammensetzung der Ausgangsstoffe für die Produktion chemischer Produkte. Bei gut ausgebauter CCS-Technologie können beispielsweise auch in Zukunft fossile Rohstoffe in chemische Prozesse einfließen, ohne die Klimabilanz negativ zu beeinflussen.

Die Ergebnisse der Studie liefern Anhaltspunkte für das Erreichen von Klimaneutralität in den verschiedenen Regionen der Welt. „Für Europa bieten sich beispielsweise Pfade an, die den Fokus auf Recycling, CCS, Biomasse und auch CO2-Nutzung legen“, erklärt Raoul Meys, Geschäftsführer und Mitgründer von Carbon Minds. “Europa müsste dazu das Recyclingsystem verbessern und die Menge an recycelten Materialien deutlich steigern – ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.” Ziel der Studie ist es, Regionen ihre Möglichkeiten für den Weg zur Klimaneutralität aufzuzeigen. Vertiefende regionale Untersuchungen sind erforderlich, um individuell den jeweils kosteneffizientesten Weg zu identifizieren und auf dieser Grundlage fundierte Strategien zur Zielerreichung zu entwickeln.

(ID:50248993)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung