Treibhausgas-Emissionen Katalysatoren sollen Lachgas aus Adipinsäure-Anlage zersetzen
BASF will den Ausstoß von Treibhausgasen am Standort Ludwigshafen erheblich reduzieren. Zu diesem Zweck installiert die BASF in diesem Jahr Katalysatoren, die noch effizienter als bisher Lachgas aus der Adipinsäure-Anlage in die Luftbestandteile Stickstoff und Sauerstoff zersetzen.
Anbieter zum Thema
Ludwigshafen – „Durch dieses Projekt werden sich die Treibhausgas-Emissionen im BASF-Stammwerk ab 2010 um rund zwei Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr reduzieren“, so Stefano Pigozzi, Leiter des Unternehmensbereichs Anorganika. Die gesamte Menge an Treibhausgas-Emissionen belief sich am Standort Ludwigshafen im vergangenen Jahr auf 12,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente.
Mit Hilfe der Katalysatoren, einer Entwicklung der BASF, wird Lachgas nun nahezu vollständig aus dem Abgas entfernt. Die Katalysatoren wandeln das Lachgas in für die Atmosphäre unschädlichen Stickstoff und Sauerstoff um. Da die Klimawirksamkeit von Lachgas 310 Mal so groß ist, wie die von CO2, bietet die Installation von Katalysatoren dieser Art besonders großes Potenzial, Treibhausgase zu reduzieren. BASF-Anlagen in Antwerpen und Ludwigshafen sind bereits mit entsprechenden Katalysatoren ausgerüstet.
BASF arbeitet aber auch an anderen Lösungen zur Reduktion von Treibhausgasen, zum Beispiel durch deren Nutzung als Rohstoff. So wurde ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von Cyclododecanon entwickelt. Ende 2009 wird eine Anlage zur Produktion dieses Produkts in Betrieb genommen, in der Lachgas als Rohstoff genutzt wird. Sie wird nach einem neuen dreistufigen Verfahren arbeiten, bei dem das als Treibhausgas bekannte Lachgas großtechnisch als Oxidationsmittel zum Einsatz kommt.
(ID:297785)