Katalysatorforschung Katalysator beschleunigt die Methanolherstellung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Um die chemische Reaktion von Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff zu Methanol zu beschleunigen, haben Forscher der Universität Freiburg einen Katalysator aus verschiedenen Metalloxiden entwickelt. Ziel der Wissenschaftler ist es, in etwa zwei Jahren durch dieses Verfahren Methanol im Tonnenmaßstab herzustellen.

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Doktorand Elias Frei kontrolliert die Temperatur im Reaktor des Katalysator-Teststands.
Doktorand Elias Frei kontrolliert die Temperatur im Reaktor des Katalysator-Teststands.
(Bild: FMF)

Freiburg – Ein Forschungsteam um Prof. Dr. Ingo Krossing versucht am Freiburger Materialforschungszentrum (FMF) die Herstellung von Methanol aus Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid zu verbessern. Dafür haben sie neue Katalysatoren entwickelt, mit denen es gelingt, Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff schneller zu verbinden.

Die Katalysatoren bestehen aus den Metalloxiden Kupfer-, Zink- und Zirkon-Oxid. Zusammen bilden sie einen oberflächenreichen porösen Feststoff. Der Katalysator ermöglicht die Reaktion auch bei niedrigen Tempraturen. Die Gase müssen also weniger erhitzt werden.

Prof. Krossings Doktorand Elias Frei und seine Kollegin Dr. Marina Artamonova wollten die Katalysatoren aber noch weiter optimieren und haben sie daher mit ionischen Flüssigkeiten imprägniert. Diese flüssigen Salze legen sich wie ein dünner Film um die Metalloxide und helfen dabei, Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff am Katalysator zu fixieren und die Produkte Methanol und Wasser aus diesem zu entfernen. So entsteht reines Methanol, das als Baustein in der chemischen Industrie und als Kraftstoff eingesetzt wird. In etwa zwei Jahren soll auf die Weise Kohlenstoffdioxid aus dem Abgasstrom eines Blockheizkraftwerks herausgefiltert und für die Methanol-Herstellung genutzt werden.

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