I/O-System

I/O-System – so bringen Sie Pumpwerke ins digitale Datennetzwerk

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Höhere Datensicherheit

Weil die Stationen dank dieser Technologie ständig online sind, hat Dr. Bellwon das gesamte Datenlogging im Server der Leitwarte zusammenfassen können. „Wir erhöhen auf diesem Weg in erheblichem Umfang die Datensicherheit, weil die gesamte Protokollierung und Speicherung mit entsprechenden Redundanzen zentral über eine SQL-Datenbank erfolgt“, betont Laubenthal. Das System des SAL ist so konzipiert, dass der Server kontinuierlich sämtliche Stationen überwacht und dabei mögliche Ausfälle sofort erkennt.

Aus dem Bereich der Prozessüberwachung sammelt das I/O-System 750 außer den Alarmsignalen der Anlagenüberwachungen alle für die Leitwarte notwendigen Kennzahlen und Analysewerte zentral ein. Hierzu zählen z.B. Wasserstände, Durchflussmengen, pH- und Redox-Werte, Pumpendaten und Betriebsströme sowie die eingangs erwähnten Abschlagsmengen an Mischwasser. In der Leitwarte werden die aktuellen Anlagenzustände übersichtlich visualisiert, ausgewertet und dokumentiert.

Eindeutige Belege schaffen

Diese lückenlose, servergestützte Dokumentation schafft in der Praxis eine verlässliche Basis zum Steuern der Abwasseranlagen in einem betrieblichen Optimum. Darüber hinaus dienen die Zahlen der normgerechten Dokumentation von Mischwasser aus Entlastungsbauwerken. „Wir können anhand der Datenbank exakt belegen, wann welche Volumen in die Vorfluter gelangt sind, und welche Niederschlagsmengen und Temperaturen dabei herrschten“, erklärt Laubenthal.

Der städtische Betrieb in Lünen kann gegenüber den Aufsichtsbehörden des Landes Nordrhein-Westfalen damit eindeutig belegen, ob Abwasser aufgrund technischer Störungen oder durch Starkregenereignisse ungeklärt, bewusst oder unbewusst, in Flüsse oder Bäche abgegeben wurde.

Geregelt wird diese Nachweispflicht in Paragraph 3 der SüwV Kan. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich die Selbstüberwachungsverordnung Kanal. Sie legt fest, dass bei „den wichtigsten Regenklärbecken, Regenüberlaufbecken und Stauraumkanälen eines Kanalisationsnetzes zur Überwachung kontinuierlich aufzeichnende Wasserstandsmessgeräte einzubauen“ sind. Dabei sind durch „geeignete Auswertungen der Füllstände und Benutzungszeiten die Überlaufmengen, -dauer und -häufigkeit und bei Bedarf die zur Abwasserbehandlungsanlage weitergeleiteten Abwassermengen zu ermitteln“.

Die Wago-Lösung bietet für die vielfältigen Mess- und Regelungsverfahren aus einem Gesamtsystem heraus alle erforderlichen Module. Mehr auf der nächsten Seite.

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