PNO-Pressekonferenz auf der SPS 2024 IO-Link eröffnet neue Anwendungsfelder

Von Sabine Mühlenkamp 2 min Lesedauer

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IO-Link befindet sich weiterhin auf einem stark expansiven Wachstumskurs. Dies äußert sich nicht nur in den Knotenzahlen, sondern auch in der Vielfalt von unterschiedlichen Geräten. In Zahlen ausgedrückt: inzwischen gibt es mehr als 11.000 Gerätetypen mit IO-Link.

Was ist IO-Link? Ein anschauliches Video erklärt's.(Bild:  Screenshot / Profibus Nutzerorganisation)
Was ist IO-Link? Ein anschauliches Video erklärt's.
(Bild: Screenshot / Profibus Nutzerorganisation)

„Es gibt wahrscheinlich kein anderes industrielles Kommunikationssystem mit so einer Vielfalt“, äußerte sich Frank Moritz, PNO-Vorstand, über das beeindruckende Wachstum von IO-Link auf der diesjährigen Pressekonferenz auf der SPS in Nürnberg. So listet der IODDfinder inzwischen mehr als 11.000 verschiedene Geräte und ist damit die größte Datenbank für Sensoren und Aktoren mit IO-Link. Mit 700.000 Zugriffen pro Monat ist der IODDfinder zu einem zentralen Tool der IO-Link Community geworden. „Inzwischen haben auch immer mehr Engineering-Tools einen direkten Zugriff auf IO-Link“, ergänzte Moritz.

Die langfristige IO-Link-Strategie setzt auf konsequente Weiterentwicklung seines Technologie-Spektrums, um Herstellern und Anwendern neue Anwendungsfelder, und damit weiteres Wachstum, zu ermöglichen. Wie dies in einem Unilerver-Werk umgesetzt wurde, lesen Sie hier:

„In Zukunft konzentrieren wir uns darauf, es noch einfacher für den Anwender zu machen“, so Moritz und nennt als Beispiel Applikationsprofile, die in Zukunft die Integration vereinfachen sollen. Durch Profile für verschiedene Geräteklassen werden Datenmodelle standardisiert und sind einheitlich anwendbar. Zurzeit entstehen Profile für die Geräteklassen Smart Lights, Identification, Smart Actuators und Smart Power.

Synchronisation dank Zeitstempeln

Die Anreicherung von Daten mit exakten Zeitinformationen stellte eine weitere geplante Erweiterung der Übertragungstechnologie dar. „Einige Anwender benötigen dies, damit ein Aktor zu einem bestimmten Zeitpunkt reagieren kann und dies muss sehr schnell sein“, erklärte Moritz. Mit sogenannten Zeitstempeln können z. B. Sensorsignale mit Aktorreaktionen hochgenau und unabhängig von Zykluszeiten synchronisiert werden. Möglich wird auch sein, Messdaten aus verschiedenen Quellen in Korrelation zu bringen, um zeitgenaue Auswertungen zu realisieren.

Ein Beispiel hierfür ist die mehrkanalige Vibrationsanalyse von Maschinen. Hierbei wird eine Zeitgenauigkeit von kleiner als 50 µs angestrebt. Dies stellt eine signifikante Verbesserung gegenüber der zyklischen Übertragung von 2 ms dar. Zeitstempel mit absoluter Zeit können z. B. für das zeitgenaue Loggen von Ereignissen in den Geräten genutzt werden.

Ein weiteres Kernelement der IO-Link Strategie ist die IIoT-Anbindung der IO-Link-Ebene an die IT-Welt. Die bisher schon erfolgreiche JSON-Anbindung per REST-API wird in einem nächsten Release die MQTT-Unterstützung weiter forcieren und bietet somit eine schlanke hochfunktionale Anbindung, z. B. an cloudbasierte Monitoring Services oder Asset Management. Wie dies funktioniert, zeigte ein Demonstrator auf der SPS.

Kooperation mit Mioty

Durch die Erweiterung der Übertragungstechnik kann IO-Link auch in neue Märkte vordringen und diese erschließen. Applikationen für Smart Cities benötigen z. B. eine „Low Power Long Range“ Funktechnologie für Sensoren. Diese auch als Narrowband IoT bekannte Technologie wird durch eine Kooperation von IO-Link und Mioty realisiert. Mit dieser Zusammenarbeit haben beide Technologien einen immensen Nutzen. IO-Link bekommt eine zusätzliche Wireless-Übertragung, und Mioty profitiert von einem etablierten weltweit anerkannten Datenmodell, welches bestens in Automatisierungssysteme integriert ist.

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