Instandhaltung und Instandhaltungsmanagement

Instandhaltung und die Lebenszykluskosten-Optimierung bei Maschinen und Anlagen

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Outsourcing bindet externe Kompetenz ein

Als weitläufiger Trend im industriellen Instandhaltungs- und Servicesektor ist die zunehmende Verlagerung von operativen Tätigkeiten (wie etwa eine Fehlerlokalisierung) von der innerbetrieblichen Serviceabteilung hin zu Anlagenherstellern zu beobachten. Die Gründe hierfür liegen sicherlich in der technologischen Entwicklung der Remote Services und einer somit viel höheren Vernetzungsdichte zwischen Anlagenhersteller, Produktion und Instandhaltung. In Zeiten von Web 3.0 und mobiler Anwendungen dürfte sich dieser Trend noch schneller entwickeln und Einzug in das normale Tagesgeschäft der Instandhaltung halten. Im Bezug auf die Lebenszyklusausrichtung und deren Kostenbezug bietet diese Entwicklung den Vorteil, dass schneller und gezielter reagiert werden kann.

Um diese Vorteile zu nutzen, sind strategische Entscheidungen im Instandhaltungsmanagement zu treffen, um die Grenzen zwischen Eigeninstandhaltung und Fremdinstandhaltung neu festzulegen. Dazu müssen Vertragskonstrukte neu definiert werden: Verlängerte Garantieleistungen oder leistungsbasierte Verträge bieten eine Grundlage dafür und sichern die erhöhte Effizienz.

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Am Ende des Produktlebenszyklus steht die De-Investitionsphase. Industrielle Maschinen und Anlagen werden durch Neuanlagen ersetzt, oder einer Modernisierung unterzogen („Retrofit“). Häufig wird der Eintritt dieser Phase erst bemerkt, wenn ein Produktabkündigungsbrief eines Komponentenlieferanten ins Haus flattert. Jedoch ist zu diesem Zeitpunkt die Kostenrate der Unterhaltskosten im Verhältnis zum Wiederbeschaffungswert (z.B. die Instandhaltungsrate einer Maschine) schon deutlich gestiegen.

Für bestehende Maschinen oder Anlagen in den Produktionsunternehmen ist die Instandhaltungsabteilung die maßgebliche Steuerungseinheit, um Lebenszyklusmanagement und somit höhere Kosteneffizienz zu schaffen. Im Zuge des Übergangs von autarken Bereichen im Unternehmen, hin zur Fokussierung nach Asset Management-Prinzipien, ist die strategische Ausrichtung auf das Lebenszyklusmanagement unabdingbar. 

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