Instandhaltung und Instandhaltungsmanagement

Instandhaltung und die Lebenszykluskosten-Optimierung bei Maschinen und Anlagen

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Entscheidend sind die Kosten über den Gesamt-Lebenszyklus

Unter Lebenszykluskosten sind alle Kosten „von der Wiege bis ins Grab“ zu verstehen, im Fachjargon auch „von der Produktidee bis zur Entsorgung der Anlage“ bezeichnet. Eine Kostenbetrachtung lässt sich aber nicht nur zu Beginn des Produktlebenszyklus ermitteln bzw. kalkulieren. Für die technisch Verantwortlichen ist vor allem relevant, diese Kosten für schon installierte Maschinen und Anlagen möglichst effizient gestalten zu können.

In der Praxis trifft man es nur in seltenen Fällen an, dass die Spezifikation/Entscheidung für ein Investitionsgut, beispielsweise eine Produktionsanlage, unter Betrachtung der ganzheitlichen Lebenszykluskosten getätigt wird. Zu oft ist der Lieferantenpreis das einzige Kriterium, das die Einkäufer in eine Wirtschaftlichkeitsermittlung einfließen lassen, und das somit zum entscheidenden Kriterium wird.

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Dabei muss eine Spezifikation, unter Berücksichtigung von späteren Unterhaltskosten, also Energie-, Betriebs- und Instandhaltungskosten, nicht zwingend teurer sein. Hierbei gilt vor allem zu beachten, dass eine umfangreiche Abstimmung zwischen allen Beteiligten stattfindet: Einkauf, Produktion, Konstruktion, Instandhaltung und nicht zuletzt die Verantwortlichen für die Energieoptimierungsprojekte sollten ihre Meinung und Erfahrung einbringen.

Aus diversen Literaturquellen ist zu entnehmen, dass bis zu 70 Prozent der nicht-verschleißbedingten technischen Ausfälle von Produktionsanlagen auf konstruktiven Schwachstellen basieren. Dafür stehen nachhaltige Lösungen zur Senkung der Lebenszykluskosten für bestehende Maschinen und Anlagen in allen Produktphasen bereit.

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