Instandhaltung und Instandhaltungsmanagement

Instandhaltung und die Lebenszykluskosten-Optimierung bei Maschinen und Anlagen

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Fehler- und Schwachstellen-Management liefern die Daten

Verbesserung ist dadurch zu erreichen, dass ein operatives Fehler- und Schwachstellen-Management zur kontinuierlichen Verbesserung in die Organisation eingeführt und gelebt wird. Das bringt mehrere Vorteile mit sich: Zum einem können unbewusste, noch vorhandene Schwachstellen ausgemerzt werden. Zum anderen kann man damit auch die Kosten für auftretende Material- und Zeitverluste nachhaltig minimieren. Vor allem aber kann hiermit der Grundstein für „operatives Lebenszyklusmanagement“ gelegt werden.

Im Laufe der Nutzungszeit entstehen somit systematisch Erfahrungen, die dann wiederum als Lastenheft zur Grundlage einer Spezifikation für Neubeschaffungen dienen können. Somit beginnt die Organisation Schritt für Schritt Lebenszyklusmanagement zu leben. Langfristig können damit auch Kosten und Zeitaufwand für die Planungs- und Konstruktionsphase optimiert werden.

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Die Voraussetzungen, um im bestehenden Anlagenpark diese Vorteile zu nutzen, sind somit im proaktiven Instandhaltungsprozess zu setzen. Dazu gehört auch, durch systematische Prozesse den Wissensverlust zu verhindern, der durch die in vielen Instandhaltungsabteilungen vorliegende Altersstruktur droht.

Auch die Energieeffizienz kann durch einen proaktiven Instandhaltungsprozess optimiert werden. Beispielsweise entstehen in Deutschland Kosten in Millionenhöhe, alleine aufgrund von Verlusten durch Leckagen in Druckluft- oder Prozesswärmesystemen.

Eine weitere Maßnahme zur Steigerung der Kosteneffizienz über die verschiedenen Phasen des Lebenszyklus ist, eine unternehmensspezifische Standardisierung für die technische Ausrüstung zu schaffen. Das bedeutet, dass technische Komponenten von verschiedenen Maschinen- und Anlagenherstellern mit vorgegebenen Komponenten von gewissen Vorzuglieferanten auszustatten sind. Diese Liste berücksichtigt natürlich Lieferantenbewertungen, Konditionen und nicht zuletzt Material- und Lagerhaltungsstrategien.

Schulungen von Bedien- und Servicepersonal sind vor einer In-Betriebnahme unabdingbar, ebenso wie protokollierte Ab- und Übernahmen, bei denen die innerbetrieblichen Verantwortlichkeiten geklärt werden müssen.

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