Bioerdgas Industriepark Höchst produziert Bioerdgas für das öffentliche Netz

Redakteur: Gabriele Ilg

Infraserv Höchst und Mainova errichten Bioerdgas-Aufbereitungsanlage im Industriepark Höchst.

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Frankfurt/Main – Infraserv Höchst und Mainova EnergieDienste, ein Verbundunternehmen der Mainova, werden eine Projektgesellschaft gründen, um eine Bioerdgas-Aufbereitungsanlage im Industriepark Höchst zu errichten. Einen entsprechenden „Letter of Intent“ unterzeichneten Infraserv-Geschäftsführer Dr. Roland Mohr und Dr. Dieter Gentzcke, Leiter der Rechtsabteilung von Infraserv Höchst, sowie Joachim Zientek und Dr. Constantin Alsheimer, Vorstände der Mainova, Rainer Nauerz und Alexander Schurz, beide Geschäftsführer der Mainova EnergieDienste. Dabei bringt Infraserv Höchst neben dem Rohbiogas das Know-how in Bezug auf den Betrieb der Großanlage mit, Mainova EnergieDienste steuert die Expertise hinsichtlich der Konditionierung des Bioerdgases und der Einspeisung in das öffentliche Netz bei.

„Bei der Konditionierung kommt es in erster Linie darauf an, trotz der aufgrund unterschiedlicher Co-Substrate uneinheitlichen Rohbiogas-Qualität bei dem Bioerdgas auf einen einheitlichen Brennwert zu kommen“, erklärt Rainer Nauerz. „Das Bioerdgas, das wir am Ende ins das Erdgasnetz einspeisen, ergänzt unsere breite Palette ökologischer Energie-Produkte“, so Alexander Schurz.

Infraserv Höchst betreibt bereits seit 2007 eine Biogas-Anlage im Industriepark Höchst, in der pro Tag rund 30 000 Kubikmeter Rohbiogas aus Klärschlämmen und Co-Substraten wie Fermentationsrückständen oder anderen organischen Abfällen erzeugt werden. Künftig wird ein Teil des hier erzeugten Rohbiogases – bis zu 80 000 Megawattstunden Bioerdgas – in einer neuen Anlage auf Erdgasqualität aufbereitet und in das öffentliche Gasnetz eingespeist. Rund fünf Millionen Euro wollen beide Partner in die neue Anlage und die benötigte Infrastruktur investieren. Die neue Anlage soll 2011 in Betrieb gehen. Nächster Schritt ist Anfang 2009 die Gründung einer Projektgesellschaft. Das kommende Jahr ist für die Planungen und das Genehmigungsverfahren vorgesehen, der Baubeginn könnte bereits Ende 2009 erfolgen.

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