Anlagen-/Apparatebau In fünf Schritten zum WIP

Redakteur: Redaktion PROCESS

Der kontinuierlich steigende Anteil an hochaktiven Wirkstoffen in Tabletten stellt neue Anforderungen an die Reinigbarkeit der Tablettenpressen. Einer der führenden Hersteller von Tablettenpressen stellt daher eine neu entwickelte WIP-Technologie in Verbindung mit High-Containment vor.

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Der kontinuierlich steigende Anteil an hochaktiven Wirkstoffen in Tabletten stellt neue Anforderungen an die Reinigbarkeit der Tablettenpressen. Einer der führenden Hersteller von Tablettenpressen stellt daher eine neu entwickelte WIP-Technologie in Verbindung mit High-Containment vor.

Fünf Schritte sind nötig, um die neue WIP-Technologie bei den Tablettenpressen des Berliner Unternehmens Korsch in Gang zu setzen: Der WIP-Prozess wird über einen FT-Screen mit Siemens oder Allen-Bradley gesteuert. Nach einer Vorbereitungsphase folgt die Grobreinigung mit dem Wegspülen pulverförmiger Verschmutzungen. Im dritten Schritt folgt die separate Teile-Reinigung.

Die Endreinigung besteht wiederum aus fünf Arbeitsgängen mit Vorspülung, Laugespülung, Zwischenspülung, Säurespülung und Endspülung. Die Reinigungsflüssigkeiten können mit Temperaturen bis zu 60°C genutzt werden. Im fünften Schritt folgt das tropffreie Ausblasen der Reinigungsleitungen mit Luft. Um die hohen Anforderungen gegenüber Reinigungsflüssigkeiten zu erfüllen, sind alle verwendeten Kunststoffe und Edelstähle resistent gegen die Reinigungsflüssigkeiten sowie aggressive Reinigungsmittel und entsprechen nach Angaben des Herstellers der FDA-Norm.

Das Waschprogramm kann vom Bediener individuell programmiert werden. Vier Vorteile hat der Einsatz von WIP: Zum einen eine gesteigerte Produktivität, da dank 50 bis 70 Prozent geringerer Reinigungsdauer die Stillstandszeiten erheblich reduziert werden. Alle strengen Archivierungs-Vorgaben der FDA „21 CFR Part 11“-Regularien werden erfüllt, da alle Reinigungsvorgänge und -zyklen automatisch gesteuert, gespeichert und dokumentiert werden. WIP bietet außerdem mehr Sicherheit durch den Schutz der Bedienmannschaft. Korsch bietet die WIP-Fähigkeit für alle XL-Maschinen 100, 200, 400, 800 sowie für die TRP 700/900 und die neue Laborpresse XP 1 an.

Die flexible WIP-Technologie ist damit auch für die Herstellung von Mehrschichttabletten (bis zu 5-Schichten) einsetzbar. Die XL-Serie kombiniert WIP auch mit der von Korsch etablierten „Through The Wall-Technologie“ (TTW). Einzigartig, so der Hersteller, ist die Kombination von WIP- und High-Containment-Lösungen, die den Weg zur isolierten Tabletten-Produktion für empfindliche und hochdosierte Substanzen, Pulver und Granulate bei geringsten OEL-Werten ebnet - mit einer „Glovebox“ für geregelten Über- oder Unterdruck im Pressraum.

Das Konzept der Staub- und Gasdichtigkeit beginnt mit der Zuführung des Granulates und reicht bis zur Tablettenausgabe, die über ebenfalls waschbare Peripheriegeräte erfolgen ann.

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