Alarmmanagement in der Chemie
Im Alarmfall schnell und sicher handeln

Aktualisiert am 07.01.2026 Ein Gastbeitrag von Bernd Schäfer, Produktmanager bei HIMA Group 7 min Lesedauer

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Wenn in Chemieanlagen kritische Situationen entstehen, zählt jede Sekunde. Doch meist sehen Bediener nur Meldungen und Signale, aber keine Zusammenhänge und Prioritäten. In genau diesen Momenten zeigt sich ein gutes Alarmmanagement. Eine neue Lösung kann nun Alarme priorisieren und Handlungsempfehlungen geben.

Das SafeHMI ist eine sicherheitsgerichtete Gesamtlösung für moderne Prozessanlagen.(Bild:  Hima)
Das SafeHMI ist eine sicherheitsgerichtete Gesamtlösung für moderne Prozessanlagen.
(Bild: Hima)

Spätschicht in einer Chemieanlage am Niederrhein. Ein Batchreaktor läuft im Normalbetrieb. Die exotherme Reaktion ist sensibel, Temperatur und Druck müssen in engen Grenzen gehalten werden. Plötzlich beginnt die Temperatur zu steigen. Schnell. Auf dem klassischen Scada-System erscheinen innerhalb von Sekunden 160 Alarme. Drei Temperaturfühler schlagen gleichzeitig an. Ein Ventil im Kühlkreislauf meldet Störung. Gleichzeitig ertönt die Hupe. Das Meldetableau für kritische Alarme bleibt dunkel. Die Anlage steht an der Schwelle zur Eskalation – doch dem Operator fehlt der Überblick. Was ist kritisch? Was ist die Ursache, was die Folge? Und welche Handlung ist jetzt entscheidend?

Glücklicherweise hat der zufällig in der Messwarte anwesende Schichtleiter die richtige Idee: Er betätigt den manuellen Lampentest, identifiziert so einen defekten Leuchtmelder und zieht die richtigen Schlüsse. So kann die Bedienmannschaft schlimmeres verhindern.