Energieeffizienz

Hocheffizienzpumpen: Nur der Austausch von Motoren/Pumpen im Bestand bringt die Energiewende voran

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Mit Hocheffizienzpumpen steht eine der effektivsten Energieeffizienz-Technologien bereits heute zur Verfügung – ohne Zeitverzug, sofort einsetzbar. Warum aber fällt es so schwer, seit Jahren bekannte und bewährte Maßnahmen zur Energieeinsparung auch tatsächlich umzusetzen? Dies liegt vor allem an zwei Punkten:

  • Unternehmen unterschätzen zumeist die Einsparpotenziale (in der Praxis sind zwischen 20 und 30 Prozent und mehr realistisch).
  • Als zentrales Hindernis wird die Finanzierung der Energieeffizienz-Maßnahmen genannt.

Gravierende Auswirkungen

Speziell der letzte Punkt hat gravierende Auswirkungen. Häufig werden nicht unbedingt notwendige Investitionen generell abgelehnt (wenn beispielsweise die Instandhaltung der Crash-Philosophie folgt – man wartet, bis die Anlage ausfällt). Andere Unternehmen geben für alle Investitionen eine maximale Amortisationszeit von zwei bis drei Jahren vor. Die Vorgabe einer bestimmten Amortisationszeit ermöglicht aber keine Aussage über die Rentabilität – das leistet allein die Kapitalwertmethode.

Kontraproduktiv ist auch, wenn ein Betrieb nicht unmittelbar für seinen spezifischen Energieverbrauch verantwortlich ist. Oder wenn der Einkäufer allein am Kaufpreis gemessen wird. In beiden Fällen fehlt der Anreiz, über Lebenszykluskosten nachzudenken.

Empfehlenswert ist der Aufbau eines Energie-Management-Systems, das über Abteilungsgrenzen hinweg Transparenz schafft. Nur wer den Energieverbrauch und auch den Wartungsaufwand einzelner Anlagen kennt, kann Ineffizienz identifizieren und abstellen.

Nicht zuletzt muss die Politik die ordnungspolitischen Grundlagen dafür schaffen, dass stromverschwendende Altpumpen in Gebäuden und Anlagen der Industrie und Wasserwirtschaft umgehend gegen Hocheffizienzpumpen ausgetauscht werden.