Hochdruckdichtungen Hochdruckdichtungen für russisches ESPO-Pipelinesystem
Das staatliche russische Unternehmen TransNeft baut derzeit in zwei Bauabschnitten die ESPO (East Siberia Pacific Ocean)-Pipeline, die fast 5000 km lang ist und China, Japan und Korea mit sibirischem Öl beliefern wird. Eine Herausforderung für die eingesetzten Pipeline-Hochdruckdichtungen – schließlich gilt es, auch unter schwierigsten Bedingungen dicht zu halten.
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Erdbeben gefährdete Gebiete, große geografische Höhenunterschiede und gigantische Entfernungen, dazu kommen die unterschiedlichen extremen klimatischen Bedingungen, Transportkapazitäten und Rohöl-Lieferverpflichtungen des Betreibers: All dies stellt die Maschinen- und Komponentenhersteller, die am ESPO-Projekt (siehe Kasten) beteiligt sind, vor große technische und kommerzielle Herausforderungen, so auch die Dichtungsspezialisten von EagleBurgmann. Als „Herzstücke“ der Pumpen müssen die eingesetzten Dichtungen sozusagen ohne „persönliche“ Betreuung zuverlässig laufen.
Die Pumpstationen selbst sind schlecht erreichbar und liegen in unwegsamem Gelände. Das stellt hohe Ansprüche an Qualität, Robustheit, Verfügbarkeit und Lebensdauer der eingesetzten Komponenten. Deshalb müssen sich die Dichtungen exakt auf die jeweiligen Betriebsbedingungen wie Druck-, Temperaturschwankungen und Drehzahländerungen einstellen, um eine optimale Dicht- und Laufleistung zu gewährleisten. Darüber hinaus muss der Aufwand für Service, Wartung oder Reparatur aufgrund der logistischen Struktur sehr gering sein.
EagleBurgmann verfügt seit Jahrzehnten über umfangreiches dichtungstechnisches Know-how, Erfahrungen und Referenzen im Öl&Gas-Geschäft und bietet Dichtungssysteme für diesen Bereich, die sich bei hohen Drücken, Temperaturen und Drehzahlen sowie extremen Umgebungsbedingungen bewährt haben.
Dichtungs-Know-how macht’s möglich
Den hohen Anforderungen und Belastungen, denen Pipelinepumpen und den in ihnen verbauten Dichtungen ausgesetzt sind, genügen standardisierte Gleitringdichtungen nicht. Deshalb kommen in diesem Bereich ausschließlich „engineered“ Dichtungen zum Einsatz, die in enger Zusammenarbeit mit dem Planer, Pumpenhersteller und Anlagenbetreiber für den speziellen Einsatzfall konstruiert werden. 2006 erhielt EagleBurgmann die erste Projektanfrage zu ESPO-1 von einigen namhaften international tätigen Pumpenherstellern. Die Anwendung stellte sehr hohe Anforderungen an das Dichtungskonzept und die eingesetzten Hochdruckdichtungen, die durch Berechnungsergebnisse und Testläufe auf den Einsatzfall optimiert werden mussten.
Eine Besonderheit in dieser Anwendung ist, dass aus wirtschaftlichen Gründen und der Verfügbarkeit Wasser statt Öl als Sperrflüssigkeit verwendet wird. Die Betriebsbedingungen: Abzudichtender Produktdruck 10-78 bar (diese Druckunterschiede ergeben sich aus der Reihenschaltung der vier Pumpen pro Station); Sperrdruck ist bei allen Pumpen auf 90 bar eingestellt; Produkttemperatur von −15 °C bis +60 °C; Drehzahl in Abhängigkeit vom Pumpenhersteller 1500 oder 3000 rpm. Für diesen Einsatzfall wurde die EagleBurgmann doppeltwirkende Gleitringdichtung des Typs SH vorgesehen und auf diese Betriebsbedingungen eingestellt.
Grundsätzlich hat sich diese Dichtung bei der Förderung von Medien mit korrosiven wie abrasiven Bestandteilen bewährt. Im Betriebszustand werden die Gleitflächen durch Druck- und Temperatureinflüsse verformt. Art und Größenordnung der mechanischen und thermischen Verwerfung sowie deren Überlagerung sind abhängig von der konstruktiven Gestaltung und den eingesetzten Gleitwerkstoffen.
Was bringt die Finite Element Analyse? Lesen Sie weiter auf der Seite 2
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