Chemie und Mittelstand
Bedrohte Spezies Mittelstand: Die Hidden Champions der Chemie

Von Dominik Stephan 5 min Lesedauer

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Jeder kennt die großen Chemiekonzerne – aber mittelständische Chemiefirmen sind selbst Branchenkennern nicht immer ein Begriff. Dabei gehören 97 Prozent der Unternehmen zum sogenannten Mittelstand. In Krisenzeiten sind diese hochspezialisierten Unternehmen unter Druck – gehören die Hidden Champions zu einer aussterbenden Art?

Spezialisten der Chemie-Wertschöpfung: Firmen wie Delo mit Hauptsitz in Windach sind nicht selten in ihrem Segment Marktführer.(Bild:  Delo)
Spezialisten der Chemie-Wertschöpfung: Firmen wie Delo mit Hauptsitz in Windach sind nicht selten in ihrem Segment Marktführer.
(Bild: Delo)

Ein neuartiges Epoxidharz macht Wasserstofftanks sicherer und leichter. Debonding-on-Demand-Lösungen für Klebstoffanwendungen helfen, den CO2-Fußabdruck von Endprodukten zu reduzieren. Und elektrisch leitfähige Klebstoffe und Materialien mit elektromagnetischer Abschirmung – sogenanntes EMI-Shielding – ermöglichen den reibungslosen Einsatz elektronischer Hochleistungskomponenten auf engstem Raum. Drei Beispiele, die zeigen, wie scheinbar kleine chemische Detaillösungen aktuelle und zukünftige Herausforderungen adressieren. Der Möglich-Macher im Hintergrund: Mittelständische Chemieunternehmen.

„Unsere Kernkompetenz besteht darin, chemische Produkte in mechanische und elektromagnetische Konstruktionsdaten zu übersetzen. Damit können Konstruktionsabteilungen innovative, leistungsfähige und nachhaltige Produkte entwickeln“, sagt Frank Haug, CEO der Bodo Möller Chemie Gruppe.