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gesponsertPassende Siebtechnologie Herausforderungen beim Sieben von empfindlichen Schüttgütern

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Beim Handling von bruchempfindlichen Schüttgütern ist besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Vor allem das Hin- und Herbewegen auf der Siebfläche einer Siebmaschine führt zu einer vergleichsweise hohen mechanischen Belastung für das Siebgut. Doch selbst für anspruchsvolle Siebgüter findet sich die perfekte Siebmaschine.

(Bild:  J. Engelsmann)
(Bild: J. Engelsmann)

Empfindliche Schüttgüter müssen so schonend wie möglich behandelt werden, dies gilt insbesondere für die Siebung, die häufig am Anfang eines Prozesses steht. So erhöhen Kornzerstörungen den Fehlkornanteil und damit auch den Produktausschuss. Eine darauf abgestimmte Siebmaschine erzielt dagegen selbst bei Produkten mit ungünstigeren Eigenschaften ein optimales Siebergebnis. Hilfreich ist es, wenn sich viele Parameter auch im laufenden Betrieb anpassen lassen, wie die Regulierung der Siebneigung, die Änderung der Schwingamplitude oder ein veränderter Einstellwinkel der Vibrationsmotoren. Zudem empfiehlt es sich im Vorfeld, Versuche im Technikum durchzuführen und sich mit Siebexperten über die Eigenschaften des Produktes auszutauschen. Denn auch Feuchtigkeitsgehalt, Bruchempfindlichkeit, Korngröße und Fließverhalten beeinflussen das Siebergebnis. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die Siebmaschine auch zu dem Produkt passt.

Schonende, aber effiziente Siebbewegung

Die Herausforderung bei jedem Siebvorgang liegt darin, dass das Schüttgut so schonend wie nötig und so effizient wie möglich gesiebt wird. Dies wird maßgeblich von der Siebbewegung bestimmt: Je sanfter die Siebbewegung, desto schonender der Siebprozess. So arbeiten bereits Vibrationssiebe äußerst produktschonend. Wichtig ist dabei allerdings, dass die regulierbaren Parameter sehr gut auf das zu siebende Produkt abgestimmt werden, damit dieses möglichst langsam und ohne große vertikale Bewegung über das Siebgewebe geleitet wird. Die JEL Konti lässt sich beispielsweise passgenau an verschiedenste Schüttgüter anpassen.

Bei sehr bruchempfindlichen Produkten wie Teeblättern haben sich Langhub- bzw. Schwingsiebmaschinen bewährt. Der Schlüssel liegt in der horizontalen Siebbewegung. Dadurch verweilen die Produkte stets vollflächig auf dem Siebgewebe, wodurch eine besonders trennscharfe und schonende Siebung ermöglicht wird. Langhubsiebe schwingen außerdem mit einer größeren Amplitude, sodass nur geringe Beschleunigungskräfte auf das Siebgut einwirken. Zudem können die Schüttgüter ergänzend sanft über ein Verteilblech auf das Siebgewebe geleitet werden. Dies wirkt in zweierlei Hinsicht: Zum einen werden die empfindlichen Produkte nicht beschädigt und zum anderen werden sie gleichmäßig verteilt. Dadurch überlagern sie sich nicht und eine gegenseitige Abreinigung und Kornzerstörung wird vermieden. Dies ist besonders bei hochwertigen Schüttgütern eine Option.

Zwei Anwendungsbeispiele zeigen, wie empfindliche Produkte von einer optimalen Förder- und Siebbewegung profitieren.

Sanftes Sieben für volles Teearoma

Teeblätter sind besonders empfindlich und zu starke Siebbewegungen können schnell zum Bruch der feinen Teeblätter führen. Daher wird hier eine flexible Klassiersiebmaschine benötigt, die nicht nur die Teeblätter nach verschiedenen Größen separiert, sondern auch für diverse Teevarianten geeignet ist und zusätzlich auch noch Fremdkörper, wie Sand, aussortiert. Hierfür benötigt man eine Siebmaschine mit sehr gleichmäßig, horizontalen Bewegungen. Dies führt dazu, dass die Teeblätter flächig über das Siebgewebe bewegt werden und dabei nicht zerbrechen. Wegen seiner besonders produktschonenden Siebung und angesichts der Vielfalt der unterschiedlichen Teeblätter eignet sich hierfür der JEL Freischwinger. Die Intensität der Schwingbewegung wird über die Hublänge gesteuert und so an die jeweils zu siebende Teesorte angepasst.

Vermeidung von Steckkorn in der Nussproduktion

Bei der Verarbeitung von Nüssen ist Steckkorn eine große Herausforderung. Hier können sich kleine Partikel als Grenzkorn während des Siebvorgangs in den Maschen des Siebgewebes festsetzen.

(Bild:  J. Engelsmann)
(Bild: J. Engelsmann)

Dies hat nicht nur negative Folgen für das Sieb, auch das Produkt selbst leidet. Bei fetthaltigen Produkten wie Nüssen stoßen gängige Kugel- oder Ultraschallabreinigungen jedoch an ihre Grenzen. Die Folge: Betreiber müssen das Siebgewebe immer wieder manuell reinigen.

Die Lösung liegt in einem freihängenden Siebtrog, wie beim JEL Freischwinger. Der an mehreren Federelemente hängende Siebtrog wird durch den Antrieb in eine horizontale Schwingung versetzt. Dabei schlägt der Trog etwas zeitverzögert an den zurückschwingenden Rahmen. Der Aufprall wird gedämpft, aber die Erschütterung löst das in den Siebmaschen festsitzende Steckkorn. Die Nusssplitter werden nicht mehr gequetscht oder gebrochen. Das minimiert den Ausschuss und die Nüsse werden in der für das Endprodukt passenden Korngröße an den Folgeprozess übergeben.

Fazit: Dies sind nur zwei Beispiele, wie selbst sehr empfindliche Schüttgüter schonend und dennoch effizient gesiebt werden können. Beiden Anwendungen gingen ausführliche Technikumsversuche voraus, so dass die Siebmaschine genau auf die heterogenen Produkte abgestimmt und so ein optimales Siebergebnis erzielt werden konnte.

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