Gekühlte Wärmebildkameras in der Qualitätskontrolle
Herausforderung Flaschenhals: So hält die Inspektion mit der Produktion Schritt

Quelle: Joachim Templin, Sales Manager R&D/Science & Automation bei Flir, Frankfurt und Frank Liebelt, freier Journalist, Frankfurt 6 min Lesedauer

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Manchmal spricht man bildlich vom „Flaschenhals” in der Produktion – manchmal steht aber auch ein physischer Flaschenhals im Mittelpunkt des Prozesses. So bei Hochgeschwindigkeits-Abfüll- oder Versiegelungsprozessen, bei denen übliche Wärmebildkameras schnell ins Schwitzen kommen. Da hilft bloß: Cool bleiben – etwa mit gekühlten Wärmebildkameras in der Qualitätskontrolle.

Auch bei sehr schnellen Prozessen erfasst die A6301 jedes Produkt und erstellt ein scharfes, aussagekräftiges Wärmebild, das automatisch kategorisiert wird; fehlerhafte Produkte werden automatisch ausgesondert.(Bild:  Flir)
Auch bei sehr schnellen Prozessen erfasst die A6301 jedes Produkt und erstellt ein scharfes, aussagekräftiges Wärmebild, das automatisch kategorisiert wird; fehlerhafte Produkte werden automatisch ausgesondert.
(Bild: Flir)

In der Qualitätskontrolle, wo Temperaturen eine Schlüsselrolle spielen, sind automatisierte Wärmebildkameras ideal. Dennoch ist die Auswahl der richtigen Kamera entscheidend. Während für langsamere Prozesse viele Lösungen verfügbar sind, stellt die Auswahl bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen eine besondere Herausforderung dar. Eine typische Anwendung ist die Folienversiegelung von Lebensmitteln, wie das Frische-Siegel auf einem Ketchup-Flaschenhals.

Moderne Produktionsanlagen setzen auf Automation und Kosteneffizienz mit schnellem, ununterbrochenem Betrieb. Für die Qualitätskontrolle bedeutet das: Um Bewegungsunschärfe in den Wärmebildern zu vermeiden, muss eine hochwertige, schnelle Wärmebildkamera verwendet werden – also ein gekühltes System. Im Gegensatz zu einer ungekühlten Wärmebildkamera ist ein gekühltes Kameradesign mit seinem Kryokühler allerdings deutlich aufwändiger und wartungsintensiver.