Das im Nord-Osten Deutschlands ansässige Bündnis Campfire will Ammoniak als Schlüsseltechnologie für eine kohlenstofffreie Energiewirtschaft etablieren. Mit dem Start in die zweite Förderphase sollen neue Technologien die Region zum Drehkreuz für grünen Ammoniak machen.
Die Fertigung und weltweite Vermarktung der neuen Technologien und Produkte dient dem Aufbau einer globalen Wasserstoffwirtschaft.
(Bild: Silke Reents)
Greifswald – Ammoniak ist eine der meistproduzierten Chemikalien der Welt und Ausgangsmaterial für die Düngemittelerzeugung. Zunehmend gilt Ammoniak aber auch als Gamechanger der Energiewende, da er als kohlenstofffreier Wasserstoffträger eine nachhaltige und wirtschaftliche Nutzung von erneuerbarer Energie ermöglicht. Die Entwicklung von Technologien zur Nutzung von Ammoniak als Energieträger ist damit ein Innovationsfeld von großer ökonomischer und ökologischer Relevanz.
Das Bündnis Campfire hat im März 2022 erfolgreich die Zwischenbegutachtung durch eine Experten-Jury des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) absolviert. Die mittlerweile über 70 Unternehmens- und Forschungspartner – mit Standorten zum Großteil in Mecklenburg-Vorpommern und der Uckermark – starten damit in die zweite Förderphase. Das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald koordiniert das Partnerbündnis. Die strategische und technologische Leitung liegt beim Zentrum für Brennstoffzellen-Technik (ZBT).
Ziel von Campfire ist die Umsetzung von Technologien für die Erzeugung und den Import von grünem Ammoniak und dessen Einsatz als Kraftstoff für die Schifffahrt sowie als Energiespeicher. Kleine und mittelständische Unternehmen der Region Nord-Ost könnten hierdurch die Marktführerschaft erlangen. Für die zweite Förderphase stellt das BMBF im Rahmen seines Wir!-Programms ein Budget von mehr als sechs Millionen Euro zur Verfügung. Für die erste Förderphase erhielt das Bündnis bereits neun Millionen Euro.
Weitere Bundesmittel von rund 31 Millionen Euro wurden Campfire im letzten Jahr für die Technologieumsetzung im Bereich Ammoniak im Rahmen des Leitvorhabens Transhyde im Ideenwettbewerb „Grüner Wasserstoff“ bewilligt. Die Vorhaben sind hauptsächlich in der Region Nord-Ost angesiedelt. Weitere Förderungen erhielt das Bündnis im Rahmen von Fet Pro Activ und Horizon 2020 sowie dem Programm der Industriellen Gemeinschaftsforschung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.
Innovationen aus Nord-Ost für die globale Ammoniakwirtschaft
Der umfassende Ansatz von Campfire bewirkte bereits in den letzten drei Jahren eine starke Partnerschaft von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Region Nord-Ost mit finanzkräftigen Großunternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen. Gleichzeitig schuf das Bündnis eine nationale und internationale Sichtbarkeit für die Region im Themenfeld Ammoniak und Wasserstoff. Beim derzeitig rapiden Markthochlauf von Ammoniak wird bereits innerhalb eines kurzfristigen Zeitraums eine Technologieführerschaft erwartet und ab 2025 sollen nachhaltige Geschäftsmodelle für Ammoniak-Technologien vorliegen.
In den nächsten drei Jahren steht die Realisierung der Technologien durch die im Bündnis tätigen regionalen Unternehmen im Mittelpunkt. Die Fertigung und weltweite Vermarktung der neuen Technologien und Produkte dient dem Aufbau einer globalen Wasserstoffwirtschaft. Kleine und mittelständische Unternehmen aus der Bündnisregion werden dafür im Campfire Open Innovation Lab (Coil) zusammengebracht. Ziel ist die Realisierung und anschließende Vermarktung der entwickelten Ammoniak-Technologien in den Bereichen „Power-to-Ammonia“ und „Ammonia-to-Power“. Teilnehmen können kleine und mittelständische Unternehmen, Start-ups und Gründer aus den Branchen Anlagenbau, Energietechnik, Energiehandel, Sondermaschinenbau, Schiffbau und Automatisierungstechnik. Sie profitieren durch das von Campfire geschaffene Netzwerk aus Wissenschaftspartnern sowie deren Forschungsaktivitäten und Praxiserfahrungen.
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Wir stellen Innovationen ins Rampenlicht
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Angesichts des dringenden Handlungsbedarfs für den Klimaschutz sowie der drohenden Versorgungslücken bei Erdgas besitzt das Bündnis ein immenses Potenzial für die Förderung des Technologiestandorts Mecklenburg-Vorpommern sowie für die Schaffung einer neuen Ammoniak-Industrie. Als Vorreiter für die Entwicklung von Technologien für Ammoniak könnten Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Energieversorgungssicherheit in Deutschland leisten und gemeinsam mit europäischen Partnern den Siegeszug von Ammoniak für die Energiewende anführen.
Stand: 08.12.2025
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