Namur-Hauptsitzung 2010 Funktionale Sicherheit ohne Kompromisse
Warum fällt es trotz dieser Normen vielen Unternehmen schwer, Sicherheit in ihren Anlagen zu implementieren? Weil es oft keine Systemfrage ist, sondern eine Frage der Sicherheitskultur in den Unternehmen. Diese These stellte Hima-Geschäftsführer Steffen Philipp in seinem Sponsoren-Vortrag auf. Die wichtigsten Aussagen des Sicherheitsexperten können Sie hier nachlesen.
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Bad Neuenahr - In einer Analyse der Europäischen Kommission wurden alle seit 1982 gemeldeten Störfälle in der chemischen Industrie auf ihre Ursache untersucht. Bei über 90 Prozent der Störfälle sind organisatorische Fehler die Hauptfehlerquelle. Mit anderen Worten: Sie sind auf den Faktor Mensch zurückzuführen. Vor diesem Hintergrund haben Steffen Philipp, geschäftsführender Gesellschafter bei Hima und Thomas Hinzmann, Bereichsleiter Vertrieb Prozessautomation und Service in Ihrem Eröffnungsreferat auf der Namur-Hauptsitzung aufgezeigt, dass bei funktionaler Sicherheit weitaus mehr als der Einsatz zertifizierter Komponenten zu berücksichtigen ist: Vielmehr ist der gesamte Safety-Lifecycle, der Faktor Mensch als größte Fehlerquelle und eine intelligente Integration der Sicherheitslösung in die Automatisierungsumgebung zu betrachten. Und dies alles ohne Kompromisse hinsichtlich der Anlagenverfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit.
Herausforderungen bei der Implementierung
Wie Hinzmann ausführte, sind Anwender bei der Implementierung von Funktionaler Sicherheit mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert:
- 1. Die Anlagensicherheit muss zu jedem Zeitpunkt sichergestellt sein.
- 2. Die Sicherheitstechnik verdient als kritischste Prozesstechnik besondere Aufmerksamkeit, obwohl sie im täglichen Einsatz am wenigsten vom Bedienpersonal verwendet wird.
- 3. Für einen wirtschaftlichen Betrieb muss eine maximale Verfügbarkeit der Anlagen sichergestellt sein.
- 4. Sicherheits-Expertenwissen ist auf Prozessanlagen- und Lieferantenseite erforderlich.
- 5. Die steigende Komplexität der verfahrenstechnischen Prozesse, unter anderem durch die zunehmende Mikrosegmentierung, betrifft auch die Sicherheitstechnik.
- 6. Im Hinblick auf einen optimierten CAPEX sollen Unter- oder Überdimensionierungen vermieden werden.
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