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Wireless-Funk-System

Funk statt Kabel – Funkbasierte Kommunikation in einem Klärwerk

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Zuverlässige Überwachung des Pumpenschachts

In der ersten Reinigungsstufe wird das Abwasser durch eine Rechen- und Sandfanganlage von groben Feststoffen wie Fetten und mineralischen Bestandteilen befreit, um die nachfolgenden Maschinen-Einrichtungen vor erhöhtem Verschleiß zu schützen. Im belüfteten Sandfang, der hinter der Rechenanlage angeordnet ist, setzen sich die mineralischen Stoffe wie Sand und Straßenabrieb am Boden ab. Sie werden anschließend abgepumpt und einer Sandwaschanlage zugeführt.

Die Pumpe befindet sich in einem Schacht, der in der Vergangenheit öfter unbemerkt übergelaufen ist. Deshalb nutzen die Technischen Betriebe Wilhelmshaven seit einiger Zeit das Wireless-MUX-Funksystem von Phoenix Contact zur Überwachung. Sobald das Wasser im Pumpenschacht einen bestimmten Füllstand übersteigt, setzen die Wireless-Module ein Signal ab, das alle Pumpen des Sandfangräumers abschaltet.

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Wenn das Wasser gesunken ist, gibt eine Auswerteeinheit mit Füllstandsensor die Pumpen für den Sandfang wieder frei. Außerdem werden die Betriebs- und Störmeldungen an die lokale Steuerung weitergeleitet und in das zentrale Leitsystem integriert. Das Wireless-MUX-System arbeitet seit mehreren Jahren störungsfrei. „Aufgrund der guten Erfahrungen verwenden wir die Funksysteme von Phoenix Contact nun auch in vielen anderen Bereichen“, berichtet Jakobs.

Nachdem es den Sandfang durchlaufen hat, strömt das Abwasser in zwei Vorklärbecken. Hier sinkt der Schlammanteil auf den Boden und wird über ein Schlammpumpwerk mit Drehkolbenpumpen in einen Frischschlammspeicher gefördert. Im nächsten Schritt reinigen Mikroorganismen das Abwasser im Belebungsbecken biologisch. Das mit Biomasse angereicherte Wasser fließt dann in vier Nachklärbecken. Hat sich die Biomasse dort abgesetzt, wird sie als so genannter Rücklaufschlamm von Räumerbrücken zu Schlammtrichtern transportiert, die in der Beckenmitte angeordnet sind.

In den vier Nachklärbecken soll der Schlammspiegel gemessen werden. Pro Becken ermittelt je eine Prozesssonde von Hach Lange den Wert mit einem optischen Verfahren. Die Messwerte werden an die jeweilige Steuerung übergeben und von dort via Profibus zur im Betriebsgebäude angesiedelten Leitwarte kommuniziert. An anderen Becken des Klärwerks werden die Messdaten am Beckenrand aufgenommen und per Bussystem an die Leitwarte übermittelt.

Drahtlose Lösung für die Schlammpegel-Erfassung als echte Alternative. Mehr auf der nächsten Seite ...

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