Vakuum-Lötverfahren Für spannungsfreies Fügen

Redakteur: Manja Wühr

In der Vakuumtechnik ist Edelstahl das bevorzugte Material für hochwertige Bauteile. Als Fügeverfahren steht neben WIG-, Plasma- und Laserschweißen auch ein Vakuum-Lötverfahren von Jakob Vakuumtechnik zur Verfügung.

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Es handelt sich um ein Hochtemperaturverfahren mit einer Löttemperatur von etwa 1040 °C. Hierfür wird ein Nickelbasislot aus dem System Ni-Cr-B-Si verwendet. Das Lot diffundiert durch den Borgehalt in das Grundmaterial ein, wodurch an der Lötstelle eine neue Legierung mit höherer Rückschmelztemperatur im Vergleich zur ursprünglichen Schmelztemperatur entsteht. Die Lötstellen zeichnen sich neben der notwendigen Hochvakuumdichtheit durch hohe mechanische Festigkeit und Oxidationsbeständigkeit (bis 980 °C) aus.

Durch das Löten im Vakuum werden keine Flussmittel benötigt, ein hoher Füllgrad im Lötspalt erreicht und die Oberflächen bleiben blank. Das Material ist beim Fügen keinen Spannungen ausgesetzt und verzieht sich nicht.

Als Alternative zum Schweißen bietet sich das Vakuumlöten überall dort an, wo durch die Gestalt der Bauteile das in der Vakuumtechnik erforderliche Schweißen von innen nicht möglich ist. Mit dem Lötverfahren können Vakuumkomponenten wie Rohrleitungsbauteile, Ventile, Zeolithfallen, Filter und Abscheider hergestellt werden.

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