Blistermaschinen

Flexible Blistermaschinen mit speziellem Zuführsystem für vorgefüllte Spritzen

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Vier relevante Kriterien

Für Vetter waren zudem vier weitere Kriterien relevant. Erstens bietet die Blistermaschine einen Formatbereich von 272 x 284 Millimeter sowie eine Ziehtiefe von bis zu 40 Millimeter. Die großen, tiefen Blister sind für die Verpackung von Liquida besonders geeignet. Dabei lässt sich die Anlage auf alle gängigen Spritzen- und Karpulenformate konfigurieren.

Zweitens wurde das GMP-gerechte Design optimiert. Die Balkonbauweise, die glatten Flächen und die Schutztüren aus Sicherheitsglas erleichtern die Reinigung. „Line Cleaning und Line Clearance sind bei uns enorm wichtig. Nur wenn hier die Prozesse optimal ablaufen und die Anlagen entsprechend aufgebaut sind, können wir höchste Qualität bieten. Bei der UPS 5 ist alles gut einsehbar und leicht zu handhaben. Das ist ein eindeutiger Vorteil“, so Katzky.

Als dritter Punkt kam der modulare Aufbau des Maschinengestells hinzu. Damit konnte eine verlängerte Füllstrecke realisiert werden, auf der zusätzliche Verpackungsinhalte wie beispielsweise Alkoholtupfer manuell eingelegt werden.

Viertens war für Vetter die Leistungsfähigkeit wichtig. Die Blistermaschine arbeitet hier in der Regel mit 30 Takten pro Minute. Im Vergleich zu bestehenden Anlagen ist dies eine Steigerung um 40 Prozent. Auch die Umstellung auf ein neues Format ist laut Katzky innerhalb kurzer Zeit möglich: „Meine Mitarbeiter bestätigen mir, dass die Formatwechsel sehr gut und einfach von der Hand gehen.“

Standardisierung bei der Kontrolle

Neben der Blistermaschine kommen bei dem Pharmaunternehmen auch die Kamerasysteme von Uhlmann VisioTec zum Einsatz. Von der Etikettierung, über die Montage von Kolbenstangen und Stopfen und das Einlegen der Spritzen bis hin zur Kartonierung werden alle Schritte von den Inline-Inspektionssystemen überwacht.

Mit dieser Standardisierung konnte Vetter eine einheitliche Bedienoberfläche für einen Großteil der Produktion schaffen. Eine hohe Leistungsfähigkeit des Systems war dabei zwingend notwendig – schließlich müssen die Kameras u.a. nahezu durchsichtige Etiketten auf transparenten Spritzen, Karpulen oder Vials auslesen können.

Weiteres Wachstum geplant

Vetter setzt auf Sicherheit, Qualität und Hygiene – nicht nur bei der Kernleistung der aseptischen Abfüllung, sondern auch bei der Sekundärverpackung. Dass dieses Konzept aufgeht, zeigt auch die positive Entwicklung des Unternehmens. Vetter erhöhte die Anzahl der Beschäftigten im vergangenen Jahr auf 2200 und steigerte seinen Umsatz auf rund 280 Millionen Euro.

Ein weiteres Wachstum ist geplant – auch im Bereich Sekundärverpackung. Im neuen Werk stehen noch 3600 Quadratmeter Erweiterungsfläche bereit, die bei entsprechenden Kundenanfragen rasch ausgebaut werden können. Dabei ist auch Uhlmann mit großer Wahrscheinlichkeit wieder an Bord. „Wir vertrauen auf die Technik von Uhlmann und schätzen die kompetenten Ansprechpartner, die wir dort haben. Für uns sind das die besten Voraussetzungen für eine weitere Zusammenarbeit“, gibt Katzky einen Ausblick. Und wenn Vetter weiterhin so wächst, wird das nächste gemeinsame Projekt nicht lange auf sich warten lassen.

* Der Autor ist Marketingleiter der Uhlmann Pac-Systeme GmbH & Co. KG.

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