Greenfield-Planung für Traditionsbrauerei Flaschenabfüllung von Eder & Heylands Brauerei wird modernisiert

Redakteur: MA Alexander Stark

Die bayerische Brauerei Eder & Heylands hat ihre Produktion aus dem Zentrum von Großostheim in der Nähe von Aschaffenburg vor die Tore des Ortes verlagert.

Firmen zum Thema

Mit der Innofill Glass DRS kann die bayerische Brauerei bis zu 36.000 standardisierte Poolflaschen, Longneck- (0,33 Liter) und NRW-Flaschen (0,5 Liter) abfüllen.
Mit der Innofill Glass DRS kann die bayerische Brauerei bis zu 36.000 standardisierte Poolflaschen, Longneck- (0,33 Liter) und NRW-Flaschen (0,5 Liter) abfüllen.
(Bild: KHS)

Dortmund – Für die Ausstattung seines neuen Produktionsstandorts investiert die Traditionsbrauerei Eder & Heylands in zwei Flaschenabfüllanlagen von KHS – unter anderem in die Glasfüller Innofill Glass DPG und DRS-ZMS. Bereits am alten Standort in der Innenstadt von Großostheim hat die Brauerei seit mehr als 25 Jahren mit einer KHS-Anlage abgefüllt. Aufgrund fehlender Erweiterungsmöglichkeiten am Standort im Stadtkern und dem Wunsch zur Modernisierung des Maschinenparks entschied sich das Unternehmen sich bereits in der Planungsphase 2015 und 2016, den Abfüllstandort zu verlegen.

Bei der Auswahl der Neuinvestition war unter anderem ein hoher Automationsgrad entscheidend: etwa bei der Programm- oder Rezepturanwahl, der automatischen Nachtaufheizung der Reinigungsmaschinen und einer entsprechenden Kopfteildesinfektion. Weitere Faktoren waren die technologischen Werte und geringen Medienverbräuchen bei allen Aggregaten. Mit der Innofill Glass DRS-ZMS kann die Brauerei bis zu 36.000 standardisierte Poolflaschen, sogenannte Longneck- (0,33 Liter) und NRW-Flaschen (0,5 Liter), pro Stunde abfüllen und reinigen, mit der Innofill Glass DPG bis zu 15.000 Bügelflaschen pro Stunde.

Bildergalerie

Auch bei der Flaschenreinigung setzt das Familienunternehmen mit der Reinigungsmaschine Innoclean SE ab sofort auf die Technologie des Dortmunder Unternehmens. Insbesondere die Flaschen mit Bügelverschluss stellten dabei besondere Anforderungen an den Systemanbieter. Denn nach dem Reinigungsvorgang in der Lauge darf der Bügelverschluss nicht vor die Flaschenöffnung geraten, da sonst eventuell noch vorhandene Restlauge nicht entleert und ausgespült werden kann. Wenn die Erkennung nicht einwandfrei funktioniert, könnten im schlimmsten Fall Flaschen mit Laugeresten abgefüllt werden. Um dem vorzubeugen, hat der Anlagenbauer für den Kunden eine Flaschenbodenspritzung installiert. Dabei wird die Flasche per Wasserstrahl tiefer in die jeweilige Zelle der Reinigungsmaschine gedrückt, sodass der Bügel nicht vor die Mündung gleiten kann. Die Reinigungsmaschine der Bügelanlage ist darüber hinaus auch für die Verarbeitung von Flaschen ohne Bügelverschluss geeignet. Im Hinblick auf geforderte Medieneinsparungen wurden an den Reinigungsmaschinen unter anderem Warmwasserabnahmen für andere Verbraucher wie Kastenwascher realisiert. Ebenso installierte der Anlagenbauer eine Frischwasserregelung und eine Stromsparfunktion für die Spritzungen.

Auch bei der Leergutaufgabe setzte KHS die Wünsche der Brauerei um: Die Herausforderung bestand darin, das aufzugebende Leergut in Einklang mit der noch abzufüllenden Menge an Bier zu bringen, sodass am Produktionsende weder ein Flaschen- und Kastenüberschuss in der Anlage verbleibt oder umgekehrt eine Unterdeckung. Denn die Logistik der Abfüllung ist durch den Neubau anspruchsvoll. Das Sudhaus befindet sich noch am alten Standort in der Innenstadt, das Bier wird nach dem Brauen und Lagern mit Tankwagen einer auf Lebensmittel spezialisierten Logistikfirma zu den neuen Hallen transportiert, und dort entweder auf Drucktanks geschoben oder direkt abgefüllt. Die Anlagen sorgen zudem für niedrigere Verbrauchswerte, darunter der Einsatz von Wasser bei der Flaschenreinigung und von CO2 bei der Abfüllung. Die Abfüllanlagen verbrauchen je nach Verarbeitungsprogramm 240 Gramm CO2 pro Hektoliter Bier.

(ID:47080493)