Deutsche Biotechnologie Biotech-Unternehmen erhalten mehr Kapital

Quelle: Pressemitteilung Bio Deutschland e.V. 2 min Lesedauer

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Die deutsche Biotechnologie hat wieder mehr Geld zur Verfügung. Im vergangenen Jahr erhielten die Unternehmen mehr als 1,9 Milliarden Euro aus Venture-Kapital, Kapitalerhöhungen an der Börse oder Börsengängen, wie aus einer aktuellen Erhebung des Branchenverbandes Bio Deutschland hervorgeht.

Im Jahr 2024 konnten die deutschen Biotechnologieunternehmen deutlich mehr Gelder einwerben (Symbolbild).(Bild:  jittawit.21 - stock.adobe.com)
Im Jahr 2024 konnten die deutschen Biotechnologieunternehmen deutlich mehr Gelder einwerben (Symbolbild).
(Bild: jittawit.21 - stock.adobe.com)

Die Finanzierung deutscher Biotechnologie-Unternehmen ist 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 78 Prozent gestiegen. Die Summe aus Venture-Kapital (VC, 898 Mio. Euro), Kapitalerhöhungen über die Börse inkl. Wandelanleihen (999 Mio. Euro) und einem Börsengang (20 Mio. Euro) lag bei 1,917 Mrd. Euro (2023: 1,080 Mrd. Euro). Der Anstieg der Finanzierung ist sowohl bei privaten (+68 Prozent) als auch öffentlichen Unternehmen (+82 Prozent) hoch. Nimmt man aus den Rekordsummen, die in den Pandemiejahren (2020/2021) eingeworben wurden, die Impfstoffentwickler Curevac und Biontech aus, wurde 2024 sogar ein Allzeithoch erreicht. Im Vergleich zu 2019 (896 Mio. Euro) hat sich die Summe mehr als verdoppelt. Die Anzahl der VC-Finanzierungsrunden, deren Höhe bekannt ist, war zudem 2024 erheblich größer (32) als in den vergangenen beiden Jahren (2022: 24; 2023: 21). Dies geht aus der jährlichen Erhebung des Biotechnologie-Branchenverbands Bio Deutschland e. V. in Kooperation mit EY hervor.

Effekte für die ganze Branche

Oliver Schacht, Vorstandsvorsitzender von Bio Deutschland, kommentiert: „Es ist großartig, dass sich die Finanzierung der Biotechnologie-Branche 2024 in Deutschland so gut erholt hat. Einige unserer Unternehmen hatten die Jahre 2022 und 2023 vor große Herausforderungen gestellt. Der Kapitalmarkt war nach der Pandemie eingebrochen. Das hatte nicht nur Konsequenzen für die Eigenkapital-finanzierten Unternehmen, sondern auch deren Zulieferer und Auftragsforscher. Trotz der jetzigen sehr positiven Entwicklung bleibt die Finanzierung innovativer Start-ups und Wachstumsunternehmen aber herausfordernd. Deshalb müssen Vorhaben der jetzigen Regierung wie beispielsweise die WIN-Initiative auch von der nächsten Bundesregierung dringend vorangetrieben werden.“

Viola Bronsema, Geschäftsführerin von Bio Deutschland, ergänzt: „Eigenkapital ist eine – wenn nicht die – wesentliche Säule der Wachstumsfinanzierung für Unternehmen, die neue zukunftskritische Technologien einsetzen. Das Potenzial der Plattformtechnologie ‚Biotechnologie‘ überzeugt Investoren zunehmend weltweit nicht nur im Bereich Medizin, sondern beispielsweise auch was unsere Ernährung angeht. In Zeiten, in denen Traditionsbranchen in Deutschland vor großen Einschnitten stehen, sollte die Bundesregierung ihren Fokus auch auf hochinnovative Branchen mit hohem Wachstumspotenzial lenken. Dann können technologische Souveränität und innovative nachhaltige Produktionssysteme hierzulande nicht nur die Versorgung, sondern auch die Arbeitsplätze von morgen sichern.“

Klaus Ort, Partner bei EY und Leiter des Marktsegments Life Sciences & Gesundheitswesen, sagt: „Die Biotechnologie ist ein bedeutender Wachstumsmarkt, der Deutschland große Chancen bietet. Viele der finanzierten Unternehmen sind in Krankheitsfeldern mit hohem medizinischem Bedarf wie Krebs, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerativen Krankheiten tätig. Mit bahnbrechenden Technologien wie Radiopharmazeutika, Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, Gen-Editierung, Proteindegradation und programmierbaren Therapeutika ist die Biotech-Industrie technologisch hervorragend aufgestellt. Diese Chancen für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft gilt es nun zu nutzen und zu fördern.“

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