De-Bottlenecking Filtrationszeit um mehr als die Hälfte gesenkt

Redakteur: Manja Wühr

Mit ihrer Idee für einen neuen Filter konnten drei BASF-Mitarbeiter in der Sokalan-Produktion einen Flaschenhals weiten.

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Ludwigshafen – Die BASF-Waschmittelzusätze Sokalan HP 56 und 56 K verhindern das Ausfärben von Kleidungsstücken beim Waschen. Die findigen Werksmitarbeiter Michael Hahn, Eckhard Müller und Rafael Willer haben nun mit ihrer Idee für einen neuen Filter ein Nadelöhr im Produktionsablauf beseitigt. Denn bevor das Produkt vom Reaktor in der Lagerbehälter gefüllt werden kann, müssen Verunreinigungen herausgefiltert werden, die während des Produktionsprozesses entstanden sind. Um eine Charge – etwa 20 Tonnen – zu reinigen, waren bisher zwischen vier und sieben Stunden nötig, um die gewünschte Filtrationsqualität von 100 My zu erreichen.

Da die Leistung des Filters für die Produktmenge nicht ausreichte und ein größer Filter aufgrund der Apparateanordnung nicht infrage kam, mussten zunächst zwei Filter hintereinander geschaltet werden – einer für die grobe und einer für die feine Filtration. Ein neuer Filter hat konstruktionsbedingt eine um 70 Prozent größere Filterfläche. Denn im Inneren des Filters ist ein zweiter integriert. Tests haben bewiesen: Die größere Fläche reicht aus, um mit nur einem Filter die verlangte Filtrationsqualität zu erreichen. Dadurch sinkt auch die Zeit für die Filtration auf rund zwei Stunden pro Charge. Weiteres Plus: Der Chemiekonzern spart dank der Lösung jährlich etwa 65 000 Euro.

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