Dosieranlage Feststoffhaltige Dispersionen aus IBC-Containern dosieren

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Speziell für die Dosierung von flüssigen, viskosen Dispersionen und Suspensionen mit hohem Feststoffanteil aus Wechselcontainern hat D+G eine kompakte Dosieranlage projektiert.

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Die IBC-Container werden über Adapter an der Entnahmerohrleitung angekuppelt. In der Entnahmerohrleitung befinden sich Vibrationsgrenzschalter „Leer-Meldung“ und pneumatisch betätigte Absperrarmaturen, mit denen die Tanks beim Entleeren automatisch umgeschalten werden. Während des Entleer- und Dosiervorgangs wird der flüssige Rohstoff mittels Tankrührwerk im Container kontinuierlich gemischt und homogenisiert.

Die in der Entnahmerohrleitung montierte Druckluftmembranpumpe fördert den Rohstoff in einer Ringleitung zurück in den IBC. Dadurch werden das Absetzen der Feststoffe aus der Flüssigphase der Dispersion in der Rohrleitung verhindert und die Dosierpumpen mit einem flexibel einstellbaren Vordruck mit Material gespeist. Das hat den Vorteil, das die Dosierpumpen an einem gut zugänglichen Standort und nicht unmittelbar am Auslauf des IBC-Containers montiert werden müssen. Die beiden installierten Dosierpumpen haben unterschiedliche Dosierbereiche, und fördern unabhängig voneinander den flüssigen Rohstoff zur jeweiligen Aufgabestelle.

Der Produktstrom wird kontinuierlich den aktuellen Bedingungen angepasst

Der Produktstrom wird kontinuierlich mit den Massedurchflussmessern erfasst, in der Steuerung mit dem in der Rezeptur hinterlegten Soll-Wert verglichen und automatisch den aktuellen Bedingungen im Prozess angepasst. Mit Drucksensoren, die in der druckseitigen Rohrleitung der Dosierpumpen montiert sind, wird der Druck kontinuierlich gemessen und überwacht.

Die Bedienung der Dosieranlage sowie die Anzeige bestimmter verfahrenstechnischer Parameter und ausgewählter Störmeldungen erfolgt über ein im Schaltschrank installiertes Touch-Panel. Über entsprechende Schnittstellen erfolgt die Kommunikation mit der übergeordneten kundenseitigen Steuerung bzw. dem Prozessleitsystem. Die Auswahl der Dosierpumpen und des gesamten Systems erfolgt flexibel nach dem geforderten Dosierbereich, dem Druck in der Förderleitung und den Produkteigenschaften (z.B. Feststoffgehalt, pH-Wert, Viskosität uvm.) des Rohstoffs. In der Rohrleitung der Dosieranlage wurden an bestimmten Stellen Armaturen montiert, die an einem separaten Wasserkreislauf angeschlossen sind, um das gesamte System bei Bedarf (Reinigung, Produktwechsel usw.) mit Wasser spülen zu können.

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