Linking Device und Gateway Feldgeräte-Parametrierung und -Diagnose leicht gemacht

Autor / Redakteur: Georg Süss / Dr. Jörg Kempf

Sie möchten Ihre Anlage aufrüsten, ohne einen aufwändigen und kostspieligen Anlagenstillstand in Kauf nehmen zu müssen? Hier erfahren Sie, wie Sie moderne Feldgeräte an jedes bestehende Steuerungssystem anbinden können.

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Nicht nur in petrochemischen Anlagen kommt eine ganze Armada von Steuerungen und Feldgeräten zum Einsatz. Ein Austausch alt gegen neu stellt Betreiber oft vor besondere Herausforderungen. Nie gern gesehen ist ein Anlagenstillstand.
Nicht nur in petrochemischen Anlagen kommt eine ganze Armada von Steuerungen und Feldgeräten zum Einsatz. Ein Austausch alt gegen neu stellt Betreiber oft vor besondere Herausforderungen. Nie gern gesehen ist ein Anlagenstillstand.
(Bild: © VanderWolf Images; © jkphoto69 - Fotolia.com)

In der Verfahrenstechnik, insbesondere im petrochemischen Bereich, hat sich Foundation Fieldbus (FF) zur führenden Feldbustechnologie entwickelt. Zu ihren vielen Vorteilen gehören neben einer höheren Datengenauigkeit und Systemzuverlässigkeit durch digitale Technologie auch eine höhere Anlagenverfügbarkeit durch vorbeugende Wartung auf Grundlage der verfügbaren Diagnoseinformationen.

Zudem zeichnet sich diese Feldbustechnologie durch einfache Erweiterbarkeit, geringere Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus, bessere Reproduzierbarkeit der einzelnen Prozesse und einen geringeren Installations- und Verkabelungsaufwand durch prozessnahe Montage aus.

Bildergalerie

Bei verfahrenstechnischen Anlagen werden in der Regel komplexe Prozesse mit mehreren tausend Messpunkten gesteuert. Entsprechend groß ist die Anzahl der Steuerungen und Feldgeräte – und somit auch der Installations- und Inbetriebnahmeaufwand. Hohe Investitionskosten sind die Folge, weshalb diese Anlagen im Allgemeinen dann auch jahrelang in Betrieb bleiben. Allerdings wird es über die Lebensdauer der Anlage hinweg von Zeit zu Zeit erforderlich sein, veraltete Komponenten auszutauschen oder die verfahrenstechnische Anlage beispielsweise um FF-Technologie zu erweitern, während der Rest der Anlage weiterläuft. Um genau dies zu ermöglichen, hat Softing Industrial Automation das FG-110 FF Linking Device und Gateway entwickelt.

Anlagenbetreiber erhalten damit die Möglichkeit einer Anbindung moderner Feldgeräte an jedes bestehende Steuerungssystem, das das Modbus-Protokoll unterstützt. Feldbusseitig können bis zu vier FF H1-Segmente mit maximal 64 Feldgeräten integriert werden. Daneben kann das FG-110 FF auch als Foundation Fieldbus Linking Device genutzt werden, um H1-Netze mit Anwendungen zu verbinden, die das High Speed Ethernet (HSE)-Protokoll verwenden.

Dank der Linking Device-Funktionalität lassen sich moderne Anwendungen zur Geräte-Konfiguration, Überwachung und Diagnose von FF H1-Segmenten auf einfache Weise integrieren. Darüber hinaus kann das FG-110 FF auch im Schnittstellenmodul FIM-110 FF von Softing zum Einsatz kommen. Eine auf dem FG-110 FF aufsetzende Architektur wird in Abbildung 1 (siehe Bildergalerie) beispielhaft dargestellt.

Die Inbetriebnahme und Wartung eines Foundation Fieldbus-Netzes erfolgt in mehreren Schritten. Weiter geht's auf der nächsten Seite.

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