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Im ersten Anlauf erfolgreich
Bereits die ersten Versuche verliefen erfolgreich: Es konnten hochviskose Massen extrudiert und die notwendige Mindestansatzgröße im Vergleich zum bisher kleinsten 16-mm-Extruder deutlich reduziert werden. Dank geringer Restmengen im Extruder war die Ausbeute hoch und auch mechanische Probleme waren keine zu verzeichnen. Auf Basis dieser Versuche wurden weitere Optimierungen vorgenommen. Im einzelnen wurde ein rechteckiges Barrel-Design mit geringerer Masse gewählt, es wurden Heizstäbe eingebaut und eine Flüssigkeitszufuhr für Feuchtextrusion integriert. Weiter wurde auch eine Segmentierung des Barrels vorgenommen, um steile Temperaturgradienten zu ermöglichen. Opti-mierte Düsenplatten, modulare Schnecken, eine weiterentwickelte Steuerung, der Bau eines 9-mm-Doppelschneckenextruders und, als Krönung im Jahr 2008, ein 5-mm-Doppelscheckenextruder mit modularen Schnecken, vervollständigten die Geräte. Letzteres ermöglicht minimale Ansatzgrößen von nur 0,5 bis ein Gramm, weist aber den gleichen Aufbau wie Großgeräte auf, d.h. die Skalierbarkeit ist gewährleistet.
Die Vorteile der Miniextruder von Three-Tec lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Die Miniextruder ermöglichen Kleinstansätze (etwa 0,5 - 1 g) Mindestansatzgröße bei 5-mm-Extruder) und reduzieren die benötigten Wirkstoffmengen drastisch. Durch das optimierte Barrel- und Schneckendesign können die Extrusionstemperaturen bei Schmelzextrusion im Vergleich zu anderen Miniextrudern um bis zu 20 °C abgesenkt werden, d.h. die Tempe-raturbelastung ist deutlich geringer. Die kurzen Umrüstzeiten steigern die Zahl an Extrusionsversuchen im Vergleich zu konventionellen Extrudern um den Faktor drei bis vier. Dies stellt einen enormen Einspareffekt dar und kann Entwicklungszeiten deutlich verkürzen und somit längere Vermarktung während der Patentlaufzeit ermöglichen. Dank der geringen Größe und Gewicht sind die Miniextruder vielseitig einsetzbar, benötigen nur wenig Laborfläche und können leicht zwischen verschiedenen Laboren ausgetauscht werden. Ebenso lassen sie sich bei Arbeiten mit hochaktiven/toxi-schen Wirkstoffen auch in Abzügen oder Isolatoren unterbringen.
* Der Autor ist Geschäftsführer bei Pharma Consulting, Warthausen. Kontakt Three-Tec: Tel. +41-62-8928211
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