HPPO-Verfahren umgesetzt Evonik weiht Wasserstoffperoxid-Anlage in China ein
Evonik hat im chinesischen Jilin eine neue Wasserstoffperoxid-Anlage in Betrieb genommen. Die Investition von mehr als 100 Millionen Euro lässt die weltweite Wasserstoffperoxid-Produktion des Unternehmens um rund 30 % steigen. Die Chemikalie wird als Oxidationsmittel in der chemischen Produktion eingesetzt.
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Jilin/China – Die neue Produktion hat eine Jahreskapazität von 230 000 t. Damit steigert Evonik seine aktuelle weltweite H2O2-Kapazität auf mehr als 900 000 t/a.
Das Wasserstoffperoxid aus Jilin wird das Unternehmen über eine Pipeline direkt in die benachbarte Propylenoxid-Anlage von Jishen Chemical Industry liefern, die ebenfalls neu erbaut worden ist. Dafür ist ein langfristiger Liefervertrag abgeschlossen worden. Jishen wird aus dem Wasserstoffperoxid nach dem HPPO-Verfahren Propylenoxid herstellen. Propylenoxid wird vor allem für die Herstellung von Polyurethan-Vorprodukten verwendet.
„Weltweit registrieren wir eine große Nachfrage für unser effizientes HPPO-Verfahren“, sagte Gregor Hetzke, Leiter des Geschäftsbereichs Advanced Intermediates von Evonik. „Mit der Anlage in Jilin haben wir jetzt einen weiteren Meilenstein gesetzt, um Wasserstoffperoxid als umweltfreundliches Oxidationsmittel in der chemischen Synthese zu etablieren.“
HPPO-Verfahren zum zweiten Mal umgesetzt
Das HPPO-Verfahren hat Evonik gemeinsam mit Thyssen Krupp Uhde entwickelt. Die Anlage in Jilin ist die zweite dieser Art. Bereits 2008 hatten die beiden Industriekonzerne und als Lizenznehmer ein koreanisches Chemieunternehmen das Verfahren zum ersten Mal großtechnisch im koreanischen Ulsan umgesetzt.
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