Investor übernimmt Chemie-Standort Evonik verkauft Standort Lülsdorf an International Chemical Investors Group

Quelle: Evonik 3 min Lesedauer

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Mit dem Verkauf des Standorts Lülsdorf an die International Chemical Investors Group macht Evonik den ersten Schritt in der Abgabe seines Geschäfts mit Performance Materials. Ein entsprechender Vertrag wurde am 06. April unterzeichnet, zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

ICIG übernimmt den gesamten rechtsrheinischen Standort in Niederkassel-Lülsdorf (nahe Köln) als auch das damit verbundene Geschäft mit Cyanurchlorid.(Bild:  Evonik Industries)
ICIG übernimmt den gesamten rechtsrheinischen Standort in Niederkassel-Lülsdorf (nahe Köln) als auch das damit verbundene Geschäft mit Cyanurchlorid.
(Bild: Evonik Industries)

Der Spezialchemiekonzern Evonik verkauft seinen deutschen Standort Lülsdorf und das damit verbundene Geschäft mit Cyanurchlorid in Wesseling an die International Chemical Investors Group (ICIG). Lülsdorf ist ein wesentlicher Bestandteil der Business Line Functional Solutions in der Division Performance Materials. Die endgültige Übergabe des Standorts ist für Mitte 2023 geplant. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe, auch die zuständigen Gremien von Evonik müssen noch zustimmen.

Bei ICIG handelt es sich um einen Chemie-Investor mit Sitz in Luxemburg. Die Gruppe erzielte im vergangenen Jahr mit circa 4800 Beschäftigten einen Umsatz von rund vier Milliarden Euro.

„Wir haben nach einem verlässlichen Investor gesucht, der die Potenziale von Lülsdorf richtig heben will und kann, und wir haben ihn mit ICIG gefunden“, sagt Christian Kullmann, Vorstandschef von Evonik. „Für Evonik bedeutet das: Wir setzen wie geplant den ersten Schritt in der Abgabe unserer drei Geschäfte der Division Performance Materials um. Für den Standort, seine Mitarbeiter und die Stadt Niederkassel eröffnet der Verkauf hervorragende Optionen für die künftige Entwicklung.“

ICIG übernimmt den gesamten rechtsrheinischen Standort in Niederkassel-Lülsdorf (nahe Köln) als auch das damit verbundene Geschäft mit Cyanurchlorid, das sich auf dem gegenüberliegenden Evonik-Standort in Wesseling befindet, mit über 600 Mitarbeitern und allen Produktionsanlagen. ICIG ist bereits mit Tochterfirmen in den Bereichen Chlorchemie und Spezialchemikalien aktiv und möchte die an den beiden Standorten ansässigen Geschäfte weiter ausbauen.

Die Beschäftigten am Standort sollen nach dem Verkauf die gleichen Rechte genießen wie bisher. Einer entsprechenden Vereinbarung hat der neue Eigentümer vertraglich zugestimmt. Zu den Vereinbarungen gehört zum Beispiel ein Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis ins Jahr 2032.

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Im Zuge der Abgabe des Standorts ordnet Evonik seine drei Geschäfte der bisherigen Business Line Functional Solutions neu. Die Produktion von Kaliderivaten und Cyanurchlorid, die ausschließlich in Lülsdorf und Wesseling stattfindet, wird der Konzern mit dem Verkauf vollständig abgeben. Das Geschäft mit Alkoholaten für Biodiesel, das Evonik neben Lülsdorf auch an zwei weiteren Standorten betreibt, will das Unternehmen wie geplant behalten. Es wurde zum 1. Januar 2023 in die Business Line Catalysts in der Division Smart Materials integriert. Am Standort Lülsdorf wird ICIG die Herstellung von Alkoholaten bis 2027 exklusiv für Evonik betreiben. Insgesamt erwirtschafteten die abzugebenden Geschäfte im Jahr 2022 einen Umsatz von etwa 260 Millionen Euro.

Evonik hatte die Vorbereitungen für den Verkauf im Herbst 2021 gestartet. Bevorzugte Lösung war von Beginn an der Verkauf des gesamten Standorts an einen neuen Eigentümer. Zuvor waren Investitionspläne eines Investors, unter anderem für eine Produktion von Ethylenoxid in Lülsdorf, in öffentliche Kritik geraten. Diese Pläne sind mit dem Verkauf an ICIG endgültig beendet. Stattdessen beabsichtigt das Unternehmen, nicht nur die bestehenden Produktionen in Lülsdorf weiter zu stärken, sondern auch in Anlagen für erneuerbare Energien zu investieren.

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