Pyrolyseanlage Recycling von Altreifen: Bilfinger übernimmt EPCm-Leistungen für Megaprojekt

Quelle: Bilfinger 2 min Lesedauer

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In den Niederlanden entsteht Europas größte Pyrolyseanlage für das Recycling von Altreifen. Bilfinger erbringt dafür im Auftrag von Circtec die entsprechenden Engineering-, Beschaffungs-, und Baumanagement-Leistungen.

V.l.n.r.: Marcel Papenhove, Senior Director Business Development & Sales at Bilfinger Engineering Bene; Mick Modderman, International Business Development Manager at Bilfinger Engineering Bene; Allen Timpany, CEO of Circtec; Kevin Pieterse, Vice  President Engineering at Bilfinger E&M Bene; Wouter van den Ham, Director Engineering at Bilfinger Engineering Bene(Bild:  Bilfinger)
V.l.n.r.: Marcel Papenhove, Senior Director Business Development & Sales at Bilfinger Engineering Bene; Mick Modderman, International Business Development Manager at Bilfinger Engineering Bene; Allen Timpany, CEO of Circtec; Kevin Pieterse, Vice President Engineering at Bilfinger E&M Bene; Wouter van den Ham, Director Engineering at Bilfinger Engineering Bene
(Bild: Bilfinger)

Der deutsche Industriedienstleister Bilfinger wurde vom britischen Technologieunternehmen Circtec mit umfassenden Engineering-, Beschaffungs-, und Baumanagement-Leistungen (EPCm) für eine Reifenrecyclinganlage im niederländischen Delfzijl beauftragt. Die erste Anlage im kommerziellen Maßstab nutzt die firmeneigene Technologie von Circtec und wandelt Altreifen durch Pyrolyse in wertvolle Ressourcen wie Chemikalien und Biokraftstoffe um. Durch dieses Verfahren werden nicht nur die Verbrennung und der Export von Abfällen aus Europa vermieden, sondern auch hochwertige Recyclingmaterialien und erneuerbare Kraftstoffe gewonnen.

Bilfinger Engineering & Maintenance (E&M) Belgien/Niederlande wurde mit der Fertigstellung und Umsetzung des Anlagendesigns betraut, das die nahtlose Integration der Technologie von Circtec in die gesamte Anlagenarchitektur vorsieht. Auf Grundlage seiner Vorerfahrung als unabhängiger Systemintegrator unterstützt Bilfinger Circtec den Kunden außerdem in allen Phasen der Implementierung mit Beratungsleistungen, beispielsweise beim Thema Sicherheit und zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Sowohl die integrierten Beratungsleistungen als auch alle erforderlichen Engineering-Leistungen kommen dabei aus einer Hand.

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Die Anlage in Delfzijl wird auf einem geschlossenen Kreislaufsystem basieren, das mit den während des Recyclingprozesses erzeugten Gasen betrieben wird. Altreifen, die für die Verbrennung oder den Export zur Entsorgung im Ausland vorgesehen sind, werden hier in Gummischnitzel verwandelt und durch das Cifr-Pyrolysesystem von Circtec weiterverarbeitet – ein Prozess, bei dem Abfall in einer sauerstofffreien Umgebung thermisch zersetzt wird und flüssige Kohlenwasserstoffe, Gase und Festkohle gewonnen werden. Nach der Pyrolyse werden die Produkte getrennt; Gase und Flüssigkeiten werden gekühlt, kondensiert und zu Hupa – einem nachhaltigen Schiffskraftstoff von Circtec – und aufbereitetem Naphtha raffiniert, das als recyceltes petrochemisches Ausgangsmaterial in der umweltfreundlichen Kunststoff- und Chemieproduktion verwendet werden kann. Darüber hinaus wird die Festkohle gereinigt und zu rückgewonnenem Ruß verarbeitet, der in der Herstellung von Kunststoff- und Gummiprodukten weitere Verwendung findet. So wird der Recyclingkreislauf geschlossen.

Nach der Fertigstellung ist die Anlage in Delfzijl die größte ihrer Art in Europa und kann jährlich 200.000 Tonnen Altreifen verarbeiten. Diese Kapazität entspricht etwa 5 % der 3,6 Millionen Tonnen Altreifen, die jedes Jahr in Europa anfallen. Durch den Ersatz fossiler Brennstoffe werden dem Unternehmen zufolge CO2-Emissionen eingespart, die etwa 3 % der Emissionen der gesamten chemischen Industrie der Niederlande entsprechen.

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