Nach Ratsvotum Chemieverband begrüßt Freihandelsabkommen zwischen EU und Mercosur

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Der Verband der Chemischen Industrie sieht im EU-Mercosur-Abkommen ein starkes Signal für offenen Handel und industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Nach dem Votum des Europäischen Rats fordert der Verband nun eine zügige Ratifizierung durch das Europäische Parlament.

EU und Mercosur rücken näher zusammen: Das Handelsabkommen soll neue Perspektiven für die Industrie eröffnen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
EU und Mercosur rücken näher zusammen: Das Handelsabkommen soll neue Perspektiven für die Industrie eröffnen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Nach der Zustimmung des Europäischen Rats zum EU-Mercosur-Abkommen bewertet die chemische Industrie den Schritt als wichtiges industrie- und handelspolitisches Signal für Europa in einem zunehmend geopolitisch geprägten Wettbewerbsumfeld. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie, begrüßt den Schritt: „Das ist ein guter Tag für Europa. Der Europäische Rat macht den Weg frei und weckt neue Hoffnung für die europäische Industrie. Es war eine schwere Geburt – aber am Ende wurde der Knoten gelöst. Nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen sendet die EU damit in schwierigen Zeiten ein starkes Signal: Europa will mitgestalten – und nicht nur zuschauen.“

Auf der Weltbühne präsentiert sich die EU als verlässlicher Partner für Kooperation und fairen Wettbewerb. Dies sei ein klarer Kontrast zu China, das seine Wachstumsschwäche mit Exportoffensiven ausgleichen wolle, sowie zu den USA, die ihr wirtschafts- und sicherheitspolitisches „America-First“-Prinzip immer offensiver zur Schau stellten, so Große Entrup.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen könne nun zur Ratifizierung nach Paraguay reisen. In trockenen Tüchern sei das Abkommen damit jedoch noch nicht. Jetzt müsse das Europäische Parlament beweisen, ob es eine international handlungsfähige EU wirklich wolle – und dem Abkommen zustimmen.

Im Jahr 2024 exportierte die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie Waren im Gesamtwert von 4,3 Milliarden Euro in die Mercosur-Staaten. Davon entfielen 2,5 Milliarden Euro auf chemische Erzeugnisse und 1,8 Milliarden Euro auf pharmazeutische Produkte.

Gleichzeitig importierte Deutschland im Jahr 2024 chemisch-pharmazeutische Waren aus den Mercosur-Ländern im Wert von insgesamt 837 Millionen Euro. Auf chemische Produkte entfielen dabei 659 Millionen Euro, auf pharmazeutische Erzeugnisse 178 Millionen Euro.

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