Europäische Wasserstoff-Strategie Wasserstoff: EU genehmigt drittes Vorhaben und Beihilfen von bis zu 6,9 Milliarden Euro

Quelle: Europäische Kommission 2 min Lesedauer

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Die Europäische Kommission hat ein drittes wichtiges Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt, um die Wasserstoffinfrastruktur zu fördern.

Im Rahmen des Ipcei werden 32 in einem oder mehreren Mitgliedstaaten tätige Unternehmen, darunter auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU), an 33 Vorhaben teilnehmen. (Bild:  Europäische Kommission)
Im Rahmen des Ipcei werden 32 in einem oder mehreren Mitgliedstaaten tätige Unternehmen, darunter auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU), an 33 Vorhaben teilnehmen.
(Bild: Europäische Kommission)

Um die Wasserstoffinfrastruktur in der EU zu stärken, hat die Europäische Kommission ein drittes bedeutendes Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse (Ipcei) genehmigt. Das Projekt, bekannt als Ipcei Hy2Infra, wird von sieben Mitgliedstaaten unterstützt – Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Polen, Portugal und die Slowakei – und soll mit bis zu 6,9 Milliarden Euro unterstützt werden. Diese Investition soll zusätzliche private Mittel in Höhe von 5,4 Milliarden Euro mobilisieren und umfasst 33 Vorhaben, an denen 32 Unternehmen, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), beteiligt sind.

Das Ipcei Hy2Infra deckt einen wesentlichen Teil der Wasserstoff-Wertschöpfungskette ab und beinhaltet die Installation von Großelektrolyseuren mit einer Kapazität von 3,2 Gigawatt zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff, die Errichtung von etwa 2700 Kilometern neuer und umgenutzter Fern- und Verteilerleitungen für Wasserstoff, die Entwicklung großer Wasserstoffspeicheranlagen und den Bau von Umschlagterminals sowie der damit verbundenen Hafeninfrastruktur für flüssige organische Wasserstoffträger (LOHC), die den Umschlag von 6000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr ermöglichen sollen.

Diese Initiative wird erwartungsgemäß in den Jahren 2026 bis 2028 zur Inbetriebnahme einiger Großelektrolyseure und in den Jahren 2027 bis 2029 zur Inbetriebnahme von Fernleitungen führen, wobei die Vorhaben voraussichtlich bis 2029 vollständig abgeschlossen werden. Das Projekt soll den schrittweisen Aufbau einer EU-weiten Wasserstoffinfrastruktur unterstützen, die von verschiedenen regionalen Clustern ausgeht.

Die Kommission hat das Vorhaben im Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften geprüft und festgestellt, dass es zur Förderung des Ausbaus der Wasserstoffinfrastruktur beiträgt, was für die Erreichung der Ziele des europäischen Grünen Deals, des Repower-EU-Plans und der EU-Wasserstoffstrategie wesentlich ist. Die Prüfung ergab, dass die Projekte ehrgeizig sind und über das derzeitige Marktangebot hinausgehen, wodurch ein integriertes, offenes und diskriminierungsfrei zugängliches Wasserstoffnetz entstehen soll. Die öffentliche Förderung wurde als notwendig erachtet, um Investitionsanreize zu schaffen und die finanziellen Risiken zu bewältigen, während gleichzeitig sichergestellt wurde, dass die Beihilfen für einzelne Unternehmen auf ein notwendiges und angemessenes Maß beschränkt bleiben, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.

Das Ipcei Hy2Infra ergänzt zwei frühere Ipcei-Vorhaben zur Wasserstoff-Wertschöpfungskette: Das Ipcei „Hy2Tech“, das auf die Entwicklung von Wasserstofftechnologien für Endnutzer fokussiert ist, und das Ipcei „Hy2Use“, das sich speziell mit Wasserstoffanwendungen in der Industrie befasst. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Bau und der ersten Betriebsphase der Vorhaben werden von den beteiligten Unternehmen durch Veröffentlichungen, Konferenzen und Empfehlungen geteilt, um positive Auswirkungen in ganz Europa zu erzielen.

Details zur Verteilung der Beihilfen und zu den einzelnen Projekten werden öffentlich zugänglich gemacht, sobald die Kommission mit den Mitgliedstaaten und beteiligten Dritten Einvernehmen über den Umgang mit Geschäftsgeheimnissen erzielt hat.

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