Olefin-Oxidation Epoxidierung von Olefinen mit Ozon

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Ein neues Verfahren zur Epoxidierung von Ethylen, Propylen und anderen Olefinen verwendet Ozon als Oxidationsmittel.

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Das neue Verfahren besteht neben dem eigentlichen Reaktor aus den Hauptkomponenten Ozongenerator, Gaswäscher und einer Produktaufbereitung in Form einer Kolonne. (Bild: DRLE)
Das neue Verfahren besteht neben dem eigentlichen Reaktor aus den Hauptkomponenten Ozongenerator, Gaswäscher und einer Produktaufbereitung in Form einer Kolonne. (Bild: DRLE)

Bochum, Leipzig – In Belgien und Korea sind in den vergangenen Jahren Großanlagen für die Herstellung von Propylenoxid nach dem HPPO-Verfahren in Produktion gegangen. Der Einsatz von Wasserstoffperoxid (H2O2) eliminiert Nachteile anderer Verfahren. Doch bereits heute arbeitet man an neuen effizienten Verfahren in der Gasphase ohne Verwendung eines Katalysators und den damit verbundenen Problemen.

Das neue Verfahren verwendet anstelle des H2O2 als Oxidationsmittel Ozon, welches mit nahezu 100 Prozent zur Epoxidierung ausgenutzt wird. Mögliche Edukte sind neben dem klassischen Ethylen und Propylen auch Raffinate aus der Aufarbeitung von C4-Strömen sowie höhere Olefine. Die Entwicklung des Produktionsweges erfolgte bisher im Labormaßstab. Unter Berücksichtigung am Markt befindlicher Standardtechnik und unter Einbeziehung namhafter Komponentenhersteller wurde ein FEED für den Bau einer Pilotanlage abgeschlossen. Verhandlungen werden mit ersten Interessenten und Generalunternehmern geführt.

Gerade für die Produzenten von Spezialchemikalien oder beim Bedarf kleinerer Produktionsmengen (500 bis 10000 jato) sollte dieses Verfahren interessant sein.

Der große Vorteil des Verfahrens liegt nach bisherigen Entwicklungsstand in der relativ einfachen Verfahrenstechnik sowie in der Anwendbarkeit für eine Reihe von Olefinen. Hier wird das Know-How bezüglich der Reaktionskinetik und der Fluiddynamik mit zuverlässigen erprobten Grundoperationen der Verfahrenstechnik kombiniert.

* U. Lenski, DRLE Unternehmensberatung, Bochum; T. Berndt, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V., Leipzig

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