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Verfahrensoptimierung EPC Group präsentiert zweite Generation ihrer Polycarbonat-Technologie für großtechnische Anlagen

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Das weiterentwickelte phosgenfreie Verfahren von EPC zur Herstellung von hochwertigem Polycarbonat umfasst eine Reihe an Feinabstimmungen und Optimierungsschritten, um die kontinuierliche Produktion weiter zu verbessern.

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Die Polycarbonat-Anlage in Ningbo ging 2015 erfolgreich in Betrieb.
Die Polycarbonat-Anlage in Ningbo ging 2015 erfolgreich in Betrieb.
(Bild: EPC Group)

Ingenieure der EPC-Firmengruppe unter Leitung von Michael Streng am Standort Alzenau haben ein effizientes und flexibles Verfahren zur kontinuierlichen, großtechnischen Herstellung von hochwertigem Polycarbonat erarbeitet, dass seit 2010 verfügbar ist. Der Erfolg des phosgenfreien Verfahrens ließ nicht lange auf sich warten: Bereits 2012 begann der Bau einer neuen Anlage für die Produktion von hochwertigem Polycarbonat im chinesischen Ningbo mit einer Kapazität von 100 000 t/a. In der Anlage kommt die eigen entwickelte, patentierte Technologie „Vari Plant“ zum Einsatz, die erfolgreich aus dem Technikumsmaßstab in den großtechnischen Maßstab übertragen wurde. Es handelt sich dabei um ein Umesterungsverfahren, das auf den Rohstoffen Diphenylcarbonat (DPC) und Bisphenol A (BPA) basiert.

Michael Streng hatte mit seinem Team den Prozess in China genau unter die Lupe genommen und an einigen Stellschrauben gedreht.
Michael Streng hatte mit seinem Team den Prozess in China genau unter die Lupe genommen und an einigen Stellschrauben gedreht.
(Bild: EPC Group)

Nach der Inbetriebnahme der Anlage im vergangenen Jahr wurde der phosgenfreie Polykondensationsprozess nun weiterentwickelt. Die Ingenieure ließen dabei ihre Erfahrungen aus der ersten Generation der großtechnischen Polycarbonat-Produktionstechnologie einfließen, und der Polycarbonat-Prozess 2.0 war geboren: „Wir haben unseren Prozess in China sehr genau unter die Lupe genommen. So kommt es jetzt zu einer erhöhten Robustheit gegen Rohstoffschwankungen und insgesamt zu einer weiteren Prozessvereinfachung und Effizienzsteigerung“, erklärt Streng.

Beispielsweise erlaubt eine neue mehrstufige Vakuumerzeugung, gepaart mit einer intelligenten Kondensationsprozessführung, ein effizienteres Prozessbrüdenmanagement – dies führt zu einem beschleunigten, flexibleren und noch zuverlässigeren Polymerproduktionsprozess.

„Insgesamt erreichen wir – neben weiter optimierten Betriebskosten – weitere positive Auswirkungen auf das Endprodukt, dem hochwertigen Polycarbonat“, so Streng über die zweite Generation des großtechnischen Produktionsverfahrens.

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