Durchgehende Digitalisierung im Lifecycle Engineering aus einem Guss – Wunsch und Wirklichkeit
Ein CAE-Tool für alle Gewerke, dieses viel propagierte Ideal hält der Realität meist nicht Stand. Spätestens, wenn ein EPC-Kontraktor ins Spiel kommt, ist es aus mit der Durchgängigkeit. Jürgen Stienemeier, bei Evonik Leiter der Abteilung Technische Applikationen in der Service Unit „Process Technology & Engineering“ stellt auf dem Digital Plant Kongress einen alternativen Ansatz vor, um trotzdem das Ziel der Datenkonsistenz zu erreichen.
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Im Lifecycle einer verfahrenstechnischen Anlage gibt es für die Erfüllung der auftretenden Engineering-Aufgaben drei wesentliche Stakeholder, die sich in der Aufgabenstellung wie in der zeitlichen Zuständigkeit voneinander unterscheiden: die Ingenieurgruppen, die sich mit der Verfahrensauslegung, der Anlagenplanung und der Umsetzung befassen, die Ingenieurgruppen, die während des späteren Betriebs der Anlage für Erweiterungen, Umbauten und die Unterstützung der Betreiber zuständig sind, und die in beiden Fällen zur Unterstützung der In-House-Ingenieure eingesetzten Engineering-Kontraktoren.
In allen Phasen wie auch für alle Stakeholder sollen die die Anlage beschreibenden und in den CAE-Werkzeugen genutzten Daten konsistent und wiederverwertbar sein, und zwar nicht nur über die Zeit und die Stakeholder, sondern auch über die jeweiligen Gewerke und Toolgrenzen hinweg.
In vielen Fällen führen die unterschiedlichen Anforderungen, die an die verschiedenen Stakeholder aufgrund ihrer speziellen Aufgaben gestellt werden, zu voneinander abweichenden Resultaten bei der Auswahl der angewendeten Software-Werkzeuge, nicht zuletzt auch aufgrund der Zwängen aus den jeweiligen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Die Vorstellung einer allumfassenden, für alle Anwendungsfälle optimal nutzbaren einheitlichen „Suite“ aus einem Guss ist in der Regel nicht realistisch.
Der Vortrag beschäftigt sich mit Frage, welche alternativen Strategien genutzt werden können, um trotzdem die Ziele der Datenkonsist ienz und -wiederverwendbarkeit zu erreichen.
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