EU-Auktion treibt nachhaltige Prozesswärme voran Eine Milliarde Euro für grüne Prozesswärme

Quelle: Pressemitteilung EPSA Deutschland 2 min Lesedauer

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Prozesswärme stellt in vielen Industrien eine der größten CO₂-Emissionsquellen dar. Mit der IF25 Heat Auction will die Europäische Kommision gezielt den Ersatz fossiler Wärme durch klimafreundliche Technologien vorantreiben. Die Fördermittelberatung EPSA Deutschland gibt Unternehmen eine Checkliste für eine erfolgreiche Teilnahme an die Hand.

Die IF25 Heat Auction steht auch Unternehmen der chemischen Industrie offen  (Symbolbild).(Bild:  KI-generiert mit Grok.com von EPSA Deutschland)
Die IF25 Heat Auction steht auch Unternehmen der chemischen Industrie offen (Symbolbild).
(Bild: KI-generiert mit Grok.com von EPSA Deutschland)

Am 3. Dezember 2025 startet die Europäische Union die Ausschreibung zur IF25 Heat Auction. Insgesamt stehen eine Milliarde Euro zur Verfügung, um fossile Prozesswärme in energieintensiven Industrien durch elektrische oder direkt erneuerbare Technologien zu ersetzen. Die Förderung erfolgt über ein Auktionsverfahren: Den Zuschlag erhalten die Projekte mit dem geringsten Förderbedarf pro vermiedener Tonne CO₂. Die Antragsfrist endet Ende Februar 2026, die Förderprämien werden über fünf Jahre nach Inbetriebnahme ausgezahlt.

Die IF25 Heat Auction steht Unternehmen aller Größen offen – von mittelständischen Unternehmen bis Großkonzernen. Entscheidend ist nicht die Unternehmensgröße, sondern ein ausreichend großes und technisch gereiftes Dekarbonisierungsprojekt.

Förderfähig sind Projekte für industrielle Prozesswärme ab 3 Megawatt thermischer Leistung (kleinere Projekte im Medium-Temperature-Korb) beziehungsweise ab 5 Megawatt thermischer Leistung (größere Projekte), im Temperaturbereich ab 100 °C.

Dies betrifft insbesondere Branchen wie Chemie, Metall, Zement, Papier, Glas und Lebensmittel.

Förderchancen haben vor allem Projekte, die:

  • eine vollständige Umstellung der Prozesswärme von fossilen auf elektrische oder direkt erneuerbare Quellen vorsehen,
  • eine klare CO₂-Einsparung nachweisen können und
  • einen wettbewerbsfähigen Förderbedarf pro Tonne CO₂ erreichen.

Dazu zählen Elektrifizierungsprojekte in der Chemie- und Metallindustrie, Hochtemperatur-Wärmepumpen in der Lebensmittel- und Papierindustrie oder Prozesswärme aus erneuerbaren Quellen in Zement- und Glaswerken.

Die IF25 Heat Auction startet am 3. Dezember 2025, das Bietfenster läuft bis Ende Februar 2026. Nach Zuschlag haben die Projektträger maximal zwei Jahre, um die Finanzierung endgültig zu sichern (Financial Close), und vier Jahre bis zur Inbetriebnahme; anschließend werden die Prämien bis zu fünf Jahre lang ausgezahlt (Quelle: EU-Kommission / Innovation Fund, T&Cs IF25 Heat Auction).

„Die IF25 Heat Auction ist die größte Chance der nächsten Jahre, fossile Prozesswärme kosteneffizient umzubauen“, sagt Dr. Thomas Kerkhoff, Senior Innovation Consultant bei EPSA Deutschland. „Aber der Wettbewerb wird hart. Wer erst kurz vor der Frist im Februar 2026 einen Antrag schreibt, für den wird es eng.“ Entscheidend sei zudem die strategische Vorbereitung und belastbare Zahlen. Hierzu sollten folgenden Punkte beachtet werden:

1. Ausgangslage und CO₂-Bilanz: Wie hoch sind heutiger Energieverbrauch und CO₂-Emissionen der Prozesswärme? Ohne belastbare Ausgangsdaten ist keine konkurrenzfähige Auktionsteilnahme möglich.

2. Technologie- und Projektdefinition: Welche elektrischen oder direkt erneuerbaren Technologien eignen sich technisch und wirtschaftlich für den Standort? Welche Anlagenteile werden ersetzt oder neu aufgebaut?

3. Wirtschaftlichkeit und Förderbedarf pro Tonne CO₂: Wie hoch ist der notwendige Förderbedarf, wenn Investitionskosten, Betriebskosten und CO₂-Einsparungen realistisch gerechnet werden? Nur Projekte mit schlanker Förderkennziffer haben Chancen.

4. Daten, Nachweise und Messkonzept: Sind alle technischen, energetischen und wirtschaftlichen Daten verfügbar und prüffähig dokumentiert – inklusive Messkonzept für die später nachzuweisenden Einsparungen?

5. Zeitplan und Genehmigungen: Ist das Projekt so geplant, dass es innerhalb der von der EU vorgegebenen Fristen realisiert werden kann – inklusive interner Freigaben, Genehmigungen und Beschaffungsprozesse?

6. Hilfe suchen: Unternehmen erhalten Unterstützung durch bspw. Anlagenbauer, Energieversorger, Technologieanbieter und Verbände. Parallel dazu helfen spezialisierte Fördermittel- und Energieeffizienzberater wie EPSA bei Antragstellung und Behördenkommunikation zur IF25-Auktion.

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